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Nachrichten Gewerbegebiet Nordost: Parteien streiten sich um Klimaschutzauflagen
Region Ronnenberg Nachrichten Gewerbegebiet Nordost: Parteien streiten sich um Klimaschutzauflagen
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00:20 16.06.2019
Auf dem Areal südlich der Stichstraße soll ein neues Wohngebiet entstehen. Quelle: Ingo Rodriguez
Ronnenberg

Das neue Gewerbegebiet an der Bundesstraße 217 in Ronnenberg ist ein echtes Filetstück. In dieser Hinsicht sind sich alle Parteien im Rat der Stadt einig. Gemeinsam winkten sie im Ausschuss für Stadtplanung am Mittwochabend die Vorlage durch, mit der die Grenzen für die neue Geldquelle der Stadt festgelegt werden. Uneins sind sich die Politiker allerdings schon jetzt, welcher Art die Auflagen sein sollen, die später bezüglich einer möglichst klimaneutralen Bauweise festgelegt werden sollen.

„In Bezug auf Klimaneutralität ein Zeichen setzen“

Ronnenberg Nordost sollte ein Leuchtturm werden, wünscht sich der Grünen-Politiker Andreas Beichler. „Bezüglich der Klima- und CO2 -Neutralität kann Ronnenberg hier ein Zeichen setzen“, forderte er. Dagegen ist Hans-Heinrich Hüper, Fraktionsvorsitzender der CDU, „daran interessiert, das Gebiet möglichst schnell zu vermarkten“. Auch Ulrich Bauer (Freie Wähler) und Jürgen Lorenz (AfD) stießen in dieses Horn. „Wir sollten potenzielle Gewerbetreibende nicht mit zu hohen Auflagen überfordern“, forderte Lorenz – wohl wissend, dass zusätzliche Auflagen auch mit weiteren Kosten für die Interessenten verbunden wären.

Hannelore Plaumann, beratendes Mitglied des Ausschusses, verwies auf die Lage des Gebietes zwischen Empelder Straße und B 217. Dort sollte es kein Problem sein, die Flächen an den Mann zu bringen, prognostizierte sie. Grundsätzlich teilt auch Matthias Böhle diesen Optimismus. Der Geschäftsführer der Hannover Region Grundstücksgesellschaft mbH (HRG) nutzte den Anlass der Beschlussfassung, sich und das gemeinsame Projekt mit der Stadt Ronnenberg den Politikern vorzustellen. Er ist sich sicher, „dass wir das Gebiet sehr, sehr schnell entwickeln können“. Baurechte sollen demnach bereits in einem Jahr vergeben werden können.

Verkehrsgutachten ist bereits beauftragt

Als „Verstärker der Kommune“ stelle sein Unternehmen, zu gleichen Teilen in Besitz der Sparkasse und der Region Hannover, unter anderem die Fachplaner, die sich mit Themen wie Verkehr, Artenschutz, Archäologie und Bodenschutz beschäftigen werden. „Wir haben schon erste Schritte unternommen“, sagte Böhle. Dazu zählten erste Gespräche mit Grundstückseigentümern, die ihre Kooperation signalisiert haben und ein Verkehrsgutachten, das bereits in Auftrag gegeben worden sei, wie der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler erläuterte. Ermittelt werden soll mit dieser Expertise unter anderem, ob sich durch das Gewerbegebiet zusätzliche Belastungen für Empelde ergeben würden, und ob eine neue Stichstraße zur B 217 die Verkehrslage am Ihmer Tor entschärfen könnte.

Aufteilung in Wohn- und Gewerbeflächen

Das gesamte Gebiet umfasst eine Fläche von rund 180.000 Quadratmetern, südlich und nördlich der Stichstraße, die zur Straßenmeisterei an der Empelder Straße führt. Eingerahmt von Empelder Straße, Straßenmeisterei und einem vorhandenen Teich sollen dabei etwa 17.500 Quadratmeter für neue Wohngrundstücke vorgesehen werden. Nördlich und östlich davon sollen rund 50.000 Quadratmeter neue Gewerbefläche geschaffen werden. Auf dem restlichen Areal befinden sich bereits Gewerbebetriebe, die im Bestand erhalten oder neuen Nutzungen zugeführt werden sollen.

Für Andreas Beichler ist indes klar, mit welchem Ziel die Grundstücke verkauft werden sollen. „Das ist eines der wenigen Gewerbegebiete, die wir kurzfristig entwickeln können“, stellte er im Ausschuss fest. Ihm sei es daher wichtig, dass „potentes, Gewerbesteuer zahlendes“ Gewerbe angesiedelt werde und kein „Garagen-Gewerbe“.

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Grenzen für das neue Gewerbegebiet werden festgelegt

Von Uwe Kranz

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