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Region Ronnenberg Nachrichten Sportlerehrung begeistert Sieger und Gäste
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00:17 06.11.2018
Die Sieger in der Kategorie Sportler. Quelle: Stefan Zwing
Ronnenberg

Fünf Jahre lang mussten die Sportler in der Stadt Ronnenberg auf eine angemessene Würdigung ihre Leistungen warten. Nun hat die Stadt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Ronnenberger Sportvereine (AGRS) die Ehrung ihrer Topathleten in einer neuen glamouröseren Form wieder aufleben lassen. Partner bei diesem von 200 geladenen Gästen besuchten Event am Sonnabendabend war erstmals die Madsack Mediengruppe, der auch die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die Neue Presse angehören.

Die Sieger bei den Mannschaften. Quelle: Stefan Zwing

Im Ronnenberger Gemeinschaftshaus führte Christoph Dannowski, bekannter Moderator der Neuen Presse, mithilfe der Unterstützung der amtierenden Miss NP Jo-Ann Bornträger durch das Programm. Er spannte gleich zu Beginn im Interview mit Imke und Eike Onnen den Bogen vom Spitzen- zum Breitensport. Die beiden Deutschlands Hochsprung-Stars, wie Dannowski die beiden ankündigte, sind das einzige Geschwisterpaar, dass sich für das EM-Finale in Berlin qualifiziert hatte. Gern übernahmen sie die Patenschaften für die Sieger der einzelnen Kategorien. Denn ohne Breite kein Spitzensport.

Die Siegerinnen in der Kategorie Sportlerinnen. Quelle: Stefan Zwing

Hauptpersonen an diesem Abend waren allerdings diejenigen Athleten, die mit ihren Leistungen in den vergangenen Jahren besonders auf sich aufmerksam gemacht hatten. Erstmals hatten die Leser von HAZ und NP über die Sieger abgestimmt. Insgesamt waren 3000 Stimmen auf die 16 vorgeschlagenen Kandidaten eingegangen. Auf internationale Erfahrung kann dabei die Sportlerin des Jahres, Anna-Monta Olek, zurückschauen. Größter Erfolg der Judoka ist die deutsche Vizemeisterschaft ihrer Altersklasse in diesem Jahr. Es mache ihr Spaß anderen zu helfen, „schließlich möchte ich auch, dass mir geholfen wird, falls ich einmal in Not gerate“, sagte die 16-Jährige, die sich auch durch einen intensives soziales Engagement für den Verein für krebskranke Kinder und die Tafeln in Hannover auszeichnet.

Solche Erfolge in jungen Jahren kannte Oliver Geist nicht. Erst jenseits der 30 startete der Tennisspieler des TV Rot-Weiß Ronnenberg richtig durch und gewann zuletzt in der Altersklasse der Herren 45 zweimal in Serie die Niedersachsenmeisterschaft in der Halle. Er habe keine Vorbilder, sondern einfach nur Spaß gehabt, sagte er über seine späte Karriere im „weißen Sport“. Die Entscheidung bei der Wahl zum Sportler des Jahres ist indes äußerst knapp verlaufen. Lediglich neun Stimmen hatten den Ausschlag gegenüber dem Zweiten, Timon Drewes von der SG Empelde, gegeben.

Ein fast schon gewohntes Gefühl genossen die U-14-Faustballer des TuS Empelde als Jugendteam des Jahres. Schließlich hatte das Team der Trainer Maxi und Robert Hüper in diesem Jahr in eigener Halle die Endrunde zur deutschen Meisterschaft gewonnen. Die Spieler verrieten als Erfolgsgeheimnis, dass sie „eigentlich“ echte Freunde sind. Bürgermeisterin Stephanie Harms würdigte die Leistung aller fünf nominierten Mannschaften dieser Kategorie mit einer Einladung ins Freibad Empelde in der kommenden Badesaison.

Die Sieger bei den Mannschaften musste sich entschuldigen lassen. Rüdiger Waldeck, Vater des Trainers Markus Waldeck, nahm den Preis für die Handballerinnen des TuS Empelde entgegen. Die Spielerinnen, die sich per Videobotschaft bedankten, kämpften zeitgleich in Sachsenhagen gegen den MTV Auhagen um Punkte in der Landesliga. Nicht ganz unschuldig am Aufstieg 2017 war auch Rüdiger Waldeck als engagierter Vorsitzender des Handball-Jugendförderkreises in seinem Verein. 98 Prozent der Spielerinnen stammen aus der eigenen Jugend, erklärte der Ehrenamtler, der in den vergangenen Jahren ein glühender Verfechter einer Wiederbelebung der Sportlerwahl war.

Die Bilder der Sportlergala in Ronnenberg 2018.

Den gemütlichen Teil des Abends leitete schließlich der Musiker Christian Bakotessa ein, der wie die atemberaubenden Ballakrobaten Mike Niidas und Mo Jamal von den United Freestsylers bereits während der Ehrung zur Auflockerung des Programms gesorgt hatten. Die nun folgende Get-Together-Party bot allen Anwesenden noch einmal die Gelegenheit, die Ergebnisse des Abends ausgiebig zu diskutieren und den Siegern zu gratulieren.

Die Sonderpreise

Die Gäste der Sportlerehrung erlebten einen Abend voller Höhepunkte und Emotionen. Die Bühne im Ronnenberger Gemeinschaftshaus war aber nicht nur den Topathleten der Stadt vorbehalten. Der Rat der Stadt, die Bürgermeisterin und die Arbeitsgemeinschaft der Ronnenberger Sportvereine (AGRS) nutzten die Gelegenheit, herausragendes Engagement in den Vereinen jeweils mit einem Sonderpreis zu würdigen.

Die Laudatoren waren prominent. So trat die Ratsvorsitzende Karin Reinelt ans Podium, um Manuela Juncke sowie deren beide Töchter Jeannette und Jacqueline mit dem Preis des Rates zu ehren. Die drei Trampolintrainerinnen des SV Ihme-Roloven hatten eigens für ihre springende Leidenschaft eine neue und inzwischen auch erfolgreiche Sparte ins Leben gerufen. Inzwischen trainieren 25 Mädchen in der Sparte, die sich selbst die Turngeräte in Eigenregie besorgt hat. „Eine tolle Leistung“, urteilte Reinelt und wünschte den Turnerinnen „Allzeit guten Flug“. Die gesundheitlich angeschlagene Manuela Juncke verwies indes auf das, was ihr das Engagement zurückgibt: „Hätte ich den Sport nicht, könnte ich nicht mehr alles machen wie bisher“, sagte sie.

Bürgermeisterin Stephanie Harms ließ es sich nicht nehmen, den von ihr gewidmeten Sonderpreis selbst zu überreichen. Verdient hatte sich diesen Monika Möller, die nach insgesamt 49 Jahre langer ehrenamtlicher Tätigkeit in unterschiedlichen Positionen im Vorstand der Schützengesellschaft Empelde nun ihre ehrenamtliche Tätigkeit beendet. „Wir haben unheimlich viele schöne Stunden gehabt“, fasste Möller die Vergangenheit zusammen. Rund 20 Jahre lang war sie Vorsitzende des Klubs und schloss auf der Bühne nicht aus, vielleicht doch noch ein weiteres Amt zu übernehmen.

Eine besondere sportliche Leistung möchte die AGRS mit ihrem Sonderpreis hervorheben. Im Fall von Lorenz Müller bezieht sich „sportlich“ vor allem auf die Bereiche Fairness und Regeltreue. Der Schiedsrichter des VSV Benthe hat es an der Pfeife inzwischen bereits bis in die Landesliga der Herren und als Assistent bis in die Regionalliga und die Jugend-Bundesliga geschafft. Zudem sitzt er im Kreisschiedsrichterausschuss. Der SGRS-Vorsitzende Sven Meier betonte bei der Preisverleihung, bei mehr als 100 Ehrenamtlern in Ronnenberg sei es der AGRS nicht leicht gefallen, eine einzelne Ehrung vorzunehmen. Wie alle Ausgezeichneten erhielten auch die Empfänger der Sonderpreise den verdienten Applaus der rund 200 geladenen Gäste.

Das Abstimmungsergebnis

Sportler des Jahres:

1. Oliver Geist (Tennis/TV RW Ronnenberg) 40,45 Prozent

2. Timon Drewes (Schießen/SG Empelde) 38,76 Prozent

3. Stefan Seybert (Schießen/SG Empelde) 20,79 Prozent

Sportlerin des Jahres:

1. Anna-Monta Olek (Judo/SV Nienhagen) 46,35 Prozent

2. Lena Ruddigkeit (Faustball/TuS Empelde) 35,72 Prozent

3. Antje Ziemer (Schießen/SV Ronnenberg) 17,93 Prozent

Mannschaft des Jahres:

1. TuS Empelde (Handball) 33,94 Prozent

2. TV RW Ronnenberg (Tennis) 20,10 Prozent

3. SG 05 Ronnenberg (Tischtennis) 19,72 Prozent

4. TuS Empelde (Petanque) 15,49 Prozent

5. SV Ihme-Roloven (Fußball) 11,20 Prozent.

 

Jugend-Mannschaft des Jahres:

1. TuS Empelde (Faustball) 38,82 Prozent

2. SV Weetzen F-Junioren (Fußball) 22,23 Prozent

3. VSV Benthe (Trampolin) 18,47 Prozent

4. Borussia Empelde F-Junioren (Fußball) 13,79 Prozent

5. SV Weetzen B-Junioren (Fußball) 6,69 Prozent.

Von Uwe Kranz

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