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Nachrichten Rettungswesten als Mahnmal an Kirchen
Region Ronnenberg Nachrichten Rettungswesten als Mahnmal an Kirchen
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11:05 31.05.2019
Ebenso wie Pastor Jens Wening (Zweiter von rechts) von der St.-Petri-Gemeinde in Rethen wollen auch die Vertreter der übrigen Ronnenberger Gemeinden eine Rettungsweste an ihren Gotteshäusern anbringen.
Ebenso wie Pastor Jens Wening (Zweiter von rechts) von der St.-Petri-Gemeinde in Rethen wollen auch die Vertreter der übrigen Ronnenberger Gemeinden eine Rettungsweste an ihren Gotteshäusern anbringen. Quelle: Astrid Köhler
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Ronnenberg

Orangefarbene Rettungswesten erinnern auf Demonstrationen und Kundgebungen an die tödliche Situation im Mittelmeer und die schwierige Lage der privaten Seenotrettungsunterfangen dort. Seit April hängen sie an Kirchtürmen in Hannover. Gemeinsam mit der Seebrücke Hannover mahnten die Gemeinden, das Sterben ungezählter Menschen im Mittelmeer nicht zu vergessen und tatenlos hinzunehmen.

Westen als Mahnmal des Sterbens und der Erinnerung

Die Aktion hat Wellen geschlagen: Inzwischen haben sich Gemeinden in der Kirchenregion Laatzen angeschlossen, und auch Gemeinden in der Region Ronnenberg, die das Signal der Rettungswesten weitergibt, wollen jetzt mitmachen. Entstehen soll ein Mahnmal des Sterbens – und der Erinnerung, dass Europa Menschenleben retten kann, erklärt die Ronnenberger Pastorin Rebecca Brückner in einer Mitteilung. Sie will auch ein Zeichen der Solidarität mit allen privaten Seenotrettern setzen, deren Arbeit von nationalen Regierungen erschwert und kriminalisiert wird. Auch die katholische Heilige Familie aus Empelde beteiligt sich an der Aktion im Rahmen der ökumenischen Friedensgebete.

Teilnehmer planen eine Schweigeminute für 300 Ertrunkene

Die Teilnehmer an der ökumenischen Aktion wollen am Dienstag, 4. Juni, um 19 Uhr in einer Schweigeminute vor der Michaeliskirche in Ronnenberg (Parkplätze am Kirchenkreisamt) an die über 300 Ertrunkenen erinnern, die seit Jahresbeginn bereits im Mittelmeer gezählt worden sind. Anschließend soll eine Rettungsweste an der Kirche befestigt werden. Weitere Rettungswesten werden von dort in die umliegenden Gemeinden der Region mitgenommen und dort an Kirchtürmen und weiteren Signalorten angebracht.

Von Uwe Kranz