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Region Ronnenberg Nachrichten Rat bringt neues Gewerbegebiet und Kita auf den Weg
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00:25 30.06.2019
Im Rathaus können jetzt die Pläne für die neue Kita und das Gewerbegebiet "Ronnenberg Nordost" vorangetrieben werden. Quelle: Florian Wallenwein
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Ronnenberg

Der Rat der Stadt Ronnenberg hat in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch wie erwartet die Bauleitplanung für das Gewerbegebiet „Ronnenberg Nordost“ und für eine neue Kita im Stadtteil Linderte auf den Weg gebracht. Dabei nutzten die Politiker die Gelegenheit, auf mögliche Gefahren bei der weiteren Planung hinzuweisen. Im Fokus stehen dabei vor allem die Art der anzusiedelnden Betriebe im neuen Gewerbegebiet und die dort nötige neue Verkehrsführung.

Weiterhin Bedenken von Anwohnern beim Kita-Neubau

Für etwas Unruhe sorgte eine Email von drei Anwohnern aus dem Baugebiet Schwarzfeld in Linderte. Diese war als Tischvorlage an die Ratsmitglieder verteilt worden. Bettina Burchard, Sven Trochocki und Nico Steinmetz listen darin ihre Sorgen, Bedenken und Einwände zum Bau der Kita in Linderte auf. Georg Zimbelmann (AfD) betonte, im Fachausschuss sei den Mitgliedern „suggeriert worden, dass alle Bedenken zerstreut worden seien“. Rüdiger Wilke (SPD) erklärte, die Aufarbeitung der Einwände sei der zweite Schritt. Zunächst gehe es darum, die nötigen Bebauungspläne zu ändern.

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Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler verwies darauf, dass der Standort auf dem heutigen Spielplatz im Schwarzfeld Ergebnis eines Auswahlverfahrens ist. Die weitere Planung der Kita sei indes noch ein „langer Weg“, auf dem die von den Anwohnern vorgebrachten Aspekte abgewogen werden könnten. „Es wird noch genügend Gelegenheiten geben, die Betroffenen anzuhören“, stellte die Ratsvorsitzende Karin Reinelt (SPD) abschließend fest. Eine Informationsveranstaltung hatte Lindertes Ortsbürgermeister Karsten Erbelding bereits für die Zeit nach den Sommerferien angekündigt. Bei einer Enthaltung stimmte der Rat fast geschlossen für die Änderung des Bebauungsplans „Schwarzfeld“ und des Flächennutzungsplans „Seefeld“.

Idee für Gewerbegebiet ist 20 Jahre alt

Mit viel Genugtuung nahmen Politiker aller Parteien zur Kenntnis, dass mit der Änderung des Bebauungsplans „Alter Garten Ost“ und der Aufstellung eines solchen für „Ronnenberg Nordost“ nach langer Zeit endlich das dortige Gewerbegebiet auf den Weg gebracht wird. „Die Idee ist mehr als 20 Jahre alt“, erklärte Paul Krause (SPD). Und Hans-Heinrich Hüper verwies auf sie in seinen Haushaltsreden immer wiederkehrende Forderung, dieses Gebiet zu entwickeln. Mit der Zustimmung der Grundstückseigentümer kann dies nun passieren.

Wie Jens Williges (Grüne) betonten auch Krause und Hüper, dass bei der Zufahrtsregelung von der Empelder beziehungsweise von der Hamelner Straße aus keine heimliche Umgehungsstraße entstehen dürfe, die zusätzliche Verkehrsbelastungen für Empelde mit sich brächte. Man erwarte diesbezüglich Vorschläge von Verkehrsplanern, sagte Williges.

Und auch bei der Vermarktung der Grundstücke herrscht Einigkeit unter den Ratsfraktionen. Die Stadt brauche dringend Gewerbesteuereinnahmen, stellte Williges fest. Deshalb sollen ausschließlich Handwerk, produzierendes Gewerbe und Dienstleister berücksichtigt werden, betonte Krause. Das Gewerbegebiet dürfe keinesfalls ein „Einfallstor für Mehrfamilienhäuser mit angeschlossenem Büro“ werden.

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Von Uwe Kranz