Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Brückner neue Pastorin der Michaelisgemeinde
Region Ronnenberg Nachrichten Brückner neue Pastorin der Michaelisgemeinde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 14.01.2019
Pastorin Rebecca Brückner verstärkt die Michaelisgemeinde mit einer vollen Pfarrstelle. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Ronnenberg

Noch sitzt Rebecca Brückner häufiger am Telefon statt in der Kirche. Die 36-jährige ist bereits seit Anfang des Jahres als Pastorin in der Michaelisgemeinde tätig. „Ich möchte mich bei den Verantwortlichen der Stadt, den Schulen und vielen Gemeindemitgliedern persönlich vorstellen“, erklärt die Theologin. Daher vereinbart sie im Moment noch viele Termine und schaut bei den Anrufern anschließend vorbei. Den direkten Kontakt mit ihrer neuen Gemeinde bekommt Brückner am Sonntag. Im Rahmen eines Gottesdienstes wird sie dann feierlich in ihr neues Amt eingeführt.

Erste Erfahrungen hat sie bereits gemacht. Bei einem Treffen mit der Superintendentin Antje Marklein lernte sie die Strukturen der Landeskirche kennen und dank der Mitglieder des Kirchenvorstandes kenne sie schon die Wünsche für ihren dreijährigen Probedienst. „Dem Kirchenvorstand ist die Arbeit mit jungen Familien wichtig“, merkt Brückner an. Für solche offenen Anregungen ist sie sehr dankbar, allerdings wolle sie sich auch Zeit nehmen, um sich für eine Aufgabe zu entscheiden. „Jede Gemeinde hat eigene Traditionen und Bräuche, und diese möchte ich erst einmal auf mich wirken lassen“, sagt Brückner.

Der Traum eine Pastorin zu werden, wuchs erst in den letzten Jahren. Davor hatte sie zu großen Respekt vor der Arbeit. „Jeden Sonntag eine bedeutende Rede zu halten, ist eine Herausforderung“, betont sie. Brückner wuchs an der Loreley am Mittelrhein auf, ihre Eltern gestalteten den Kindergottesdienst, sie selbst organisierte viele Freizeitveranstaltungen im Christlichen Verein Junger Menschen (CVJM). „Das Thema Glaube hat mich schon immer begleitet, doch ich wollte nicht direkt zur Kanzel“, erzählt Brückner.

Nach dem Abitur studierte sie an der Humboldt-Universität in Berlin Theologie und an der Universität in Potsdam belegte sie das Studienfach Jüdische Studien. Diese Religion kannte sie aus dem Schulunterricht und durch eine jüdische Bekannte hat Brückner „eine völlig neue Welt entdeckt“. Nach ihrem erfolgreichen Magisterabschluss im Jahr 2011 zog Brückner wieder zurück in die Heimat und unterrichtete Ethik, Musik und Kunst an einer Gesamtschule. „Im Unterricht habe ich viele Schüler kennengelernt, die über ihren Glauben sprechen wollten“, erzählt die Hobby-Köchin.

Nach ihrer einjährigen Zeit im Lehrerzimmer wurde sie in der Gemeinde Vierthäler in Bacharach am Rhein Gemeindepädagogin. Dort beobachtete sie die Arbeit des dortigen Pastors und empfand „die Aufgaben sehr schön und erfüllend“. Aus diesem Grund begann sie in Wuppertal ein Studium der evangelischen Theologie auf Pfarramt und beendete dies vor drei Jahren. Nach ihrer Vakanz in Wuppertal fuhren die Umzugswagen vor Weihnachten nach Bennigsen vor das Pfarrhaus, wo die Pastorin seither mit ihrem Verlobten lebt. „Hoffentlich habe ich bald alle Kartons ausgepackt“, sagt Brückner.

Auf ihren Vorgänger Pastor Klaus-Thilo von Blumenröder, der seit September 2017 erkrankt ist, möchte Brückner Rücksicht nehmen und ihn bei allen Entscheidungen zu Rate ziehen. „Wir bilden bestimmt ein gutes Senior-Junior-Tandem“, merkt die 36-Jährige an.

Info: Der Einführungsgottesdienst für Rebecca Brückner beginnt am Sonntag, 13. Januar, um 10.15 Uhr in der Ronnenberger Michaeliskirche.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

Beim Landfrauenverein Gehrden, Ronnenberg, Wennigsen und Hemmingen bleiben die Vorstandsmitglieder im Amt. Während der Jahreshauptversammlung in Empelde mit rund 110 Mitgliedern stimmten die Damen ab.

10.01.2019

Der Ronnenberger Rat beschließt eine jährliche Förderung des Vereins mit 54.000 Euro. Unterstützung bei den Hausaufgaben in Empelde ist seit mehr als 30 Jahren ein Erfolgsmodell.

10.01.2019

Das Projekt „Abgelenkt ... ist neben der Spur“ der Polizei sensibilisiert für Gefahren der Handynutzung im Verkehr. Emotionale Vorträge beeindrucken die rund 125 Teilnehmer an der Marie Curie Schule.

09.01.2019