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Region Ronnenberg Nachrichten Wieder sprühen Täter in Ronnenberg Nazi-Symbole an Wände
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19:40 09.10.2019
In diese leer stehende Flüchtlingsunterkunft sind die Täter eingestiegen und haben dort gewütet. Quelle: Sarah Istrefaj
Empelde

Unbekannte sind in den vergangenen Tagen in die Containerhäuser der leer stehenden Flüchtlingsunterkunft am Sportpark in Empelde eingebrochen. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei hatten sich die Täter zwischen Freitag, 4. Oktober, und Dienstag, 8. Oktober, durch ein Loch in einem Bauzaun gewaltsam Zutritt zu dem Gelände verschafft. Vermutlich seien sie zu Fuß aus Richtung des hannoverschen Stadtteils Mühlenberg gekommen.

Die Täter hatten ein Fenster beziehungsweise mehrere Türen zu den leer stehenden Containerhäusern aufgebrochen, um ins Innere zu gelangen. Dort sprühten die Einbrecher rechte Symbole wie das Hakenkreuz, die Zahl 88, SS-Runen sowie ein Phallus-Symbol mit blauer, roter und weißer Farbe an Innen- und Außenwände der Containerhäuser. Zudem richteten die Täter einen erheblichen Schaden an. Unter anderem zerstörten sie das Mobiliar und rissen Wasser- und Stromleitungen aus der Verankerung. Darüber hinaus entleerten sie die Feuerlöscher.

Die Stadt hatte die Unterkünfte am Sportpark vor gut drei Jahren für Flüchtlinge aufgestellt. Inzwischen sind sie geräumt und nicht wieder belegt worden.

Fassade der Sporthalle beschmiert

In der Nacht zu Mittwoch sprühten Unbekannte ebenfalls mit Lackfarbe ein Phallus-Symbol an die Außenfassade einer nahe gelegenen Sporthalle. Die Polizei prüft derzeit, ob beide Taten in einem Zusammenhang stehen. Derzeit gehen die Beamten davon aus, dass der Schaden im fünfstelligen Bereich liegt. Eine genaue Schadenssumme könne erst nach Abschluss aller Reinigungs- und Reparaturarbeiten ermittelt werden, teilt die Polizei mit.

Zeugen, die Hinweise zu den Tätern geben können oder verdächtige Beobachtungen in und rund um den Tatzeitraum gemacht haben, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst in Hannover unter der Telefonnummer (0511) 1095555 zu melden.

Nicht der erste Vorfall im Stadtgebiet

Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art im Ronnenberger Stadtgebiet: Vor gut zwei Monaten hatten unbekannte Täter den drei mal drei Meter großen Schriftzug „Heil Hitler“ an die Wand einer Industrieanlage im Ronnenberger Stadtteil Weetzen gemalt.

Ende August sprühten Unbekannte an die Wände von Mensa und Sporthalle der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Ronnenberg sowie an die Bushaltestelle Lange Reihe rechte Parolen. Auch an einem Wohnhaus im Schmiedegang wurde ein Schriftzug mit rechtsradikalem Inhalt entdeckt.

Es werde geprüft, ob für diese Vorfälle die gleichen Täter infrage kommen wie nun in Empelde, sagte eine Polizeisprecherin.

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Von Dirk Wirausky

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