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Region Ronnenberg Nachrichten Die Kita in Linderte kann gebaut werden
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15:00 17.06.2019
Der Spielplatz soll quer über diese Wegkreuzung zum gegenüberliegenden Bolzplatz verlegt werden. Quelle: Ingo Rodriguez
Linderte

Es schien, als sei Karsten Erbelding ein Stein vom Herzen gefallen. Der Ortsbürgermeister von Linderte bedankte sich höflich im städtischen Fachausschuss für Stadtplanung dafür, dass die Mitglieder des Gremiums einstimmig den Neubau einer Kita in seinem Ortsteil befürwortet hatten. „Ich freue mich, dass Linderte nun einen Kindergarten bekommen soll“, sagte er. Mit Änderungen des Bebauungsplans Schwarzfeld und des Flächennutzungsplans Seefeld soll nun auch der Stadtrat am 26. Juni die Voraussetzungen für die neue Einrichtung schaffen.

Neubau steigert die Attraktivität des Ortes

Erbelding hob hervor, dass die Betreuungseinrichtung die Attraktivität seines Ortes merklich steigern werde. Die Notwendigkeit zusätzlicher Kita-Plätze ergebe sich aus einem Generationswechsel, der sich gerade im Ort vollzieht, erklärte der Ortsbürgermeister. In viele Häuser zögen nun junge Familien mit Kindern ein. Uwe Buntrock (Grüne) verwies zudem auf einen Bericht im Bildungsausschuss, der den Bedarf an Betreuungsplätzen in den südlichen Stadtteilen Linderte, Vörie und Ihme-Roloven auch statistisch nachgewiesen habe.

Vorangegangen war eine lange Suche nach einem geeigneten Standort für das Bauvorhaben. Dass die Wahl nun auf eine stadteigene Fläche am Rand des Baugebietes Schwarzfeld gefallen ist, traf zunächst nicht das Wohlwollen aller Anwohner. Kritikpunkte sind unter anderem der zu erwartende Verkehr der Eltern-Taxis auf der Straße Im Schwarzfeld, die für das Bauvorhaben ausgebaut werden muss, und die Befürchtung von Anliegern, Beiträge für den Ausbau zahlen zu müssen.

„Pkw-Zufahrt muss sichergestellt sein“

Dass der Feldweg, der aktuell zum Spielplatz führt, als Zufahrt zur Kita ausgebaut werden muss, bestätigte Stadtplanerin Angela Meyer-Everloh vor dem Ausschuss. „Es muss sichergestellt sein, dass man mit dem Pkw dorthin fahren kann“, sagte sie. Fabian Hüper (SPD) äußerte indes die Hoffnung, dass die Linderte ihre Kinder möglicherweise trotzdem zu Fuß zur Kita bringen könnten. In wieweit er damit Gehör bei den Eltern findet, bleibt offen.

Die Befürchtungen der Anwohner konnte Erbelding dagegen entkräften. Nicht geplant sei, das benachbarte Regenrückhaltebecken in die Planungen für den Kitabau mit einzubeziehen, sagte der Ortsbürgermeister. Der Hochwasserschutz bleibe unangetastet. Auch eine Beitragspflicht zu den Straßenausbaukosten bestehe für keinen der Anwohner, da alle Grundstücke mit der Rückseite zu dem betreffenden Feldweg lägen. Mit Blick auf die Verkehrsbelastung stellten die Planer als Lösung zudem eine Einbahnstraßenregelung in Aussicht.

Informationsveranstaltung nach den Sommerferien

Weitere Einzelheiten zu den Einwänden der Bürger könnten auch in einer Informationsveranstaltung besprochen werden, die Erbelding allerdings erst für die Zeit nach den Sommerferien ins Auge fasste. „Vorher gibt es leider keine freien Termine mehr“, sagt er. Die Ergebnisse könnten dann in den Bebauungsplan einfließen, wie Meyer-Everloh bereits während der Ortsbegehung vor Ort dargelegt hatte.

Einfacher erscheint die Lösung für den neuen Standort des Spielplatzes, der für den Kitabau weichen muss. Die Spielfläche soll einfach auf die gegenüberliegende Straßenseite verlegt und an einen dort bereits vorhandenen Bolzplatz angegliedert werden. Das bislang lediglich gepachtete Bolzplatz-Grundstück will die Stadt zudem erwerben und erweitern. Darüber besteht laut Auskunft der Verwaltung bereits Einigkeit mit dem Eigentümer des betreffenden Ackers.

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Von Uwe Kranz

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