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Nachrichten Einführung der Drittkraft hilft bei Erziehersuche
Region Ronnenberg Nachrichten Einführung der Drittkraft hilft bei Erziehersuche
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10:41 30.09.2019
Die Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen in Ronnenberger Kitas haben sich maßgeblich verbessert. Das macht sich bei Stellenausschreibungen bemerkbar. Quelle: Arno Burgi
Ronnenberg

Personalmangel ist eines der größten Probleme, mit denen Kommunen derzeit im Bereich der Kinderbetreuung zu kämpfen haben. Die Bertelsmann-Stiftung hatte am Mittwoch ihr diesjähriges Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme veröffentlicht, nach der deutschlandweit rund 106.500 Erzieher und Erzieherinnen fehlen. Eine Beispiel, dass die Personalsuche auch positiv verlaufen kann, ist aktuell die Stadt Ronnenberg. Innerhalb eines halben Jahres hat die Verwaltung nahezu alle 15 damals offenen und weitere zusätzliche Erzieherstellen besetzt.

„Können uns über Bewerbersituation nicht beschweren“

Eine ungewöhnliche Maßnahme der Stadtverwaltung hat eine Entspannung bei der Personalsuche hervorgebracht. Die Stadt hat einfach zusätzlich zu den offenen Stellen weitere Erzieher gesucht. Was sich zunächst nicht schlüssig anhört, wird bei näherem Hinsehen zum Erfolgskonzept. „Wir können uns derzeit über die Bewerbersituation nicht beschweren“, sagt der Erste Stadtrat Torsten Kölle zufrieden.

Kölle hatte als Fachbereichsleiter den Geistesblitz, als Anreiz für potenzielle neue Mitarbeiter die Arbeitsbedingungen der Erzieher maßgeblich zu verbessern. Die aufgrund von nicht besetzten Stellen und Krankheitsausfällen chronisch überlasteten Erzieher sollten einerseits entlastet, die offenen Stellen damit aber auch attraktiver werden. Kölle schlug dem Rat die Einführung einer dritten Kraft pro Kindergartengruppe vor. Diese könne nicht nur den Betreuungsschlüssel pro Kind verbessern, sie erhöhe zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die gesetzlich vorgeschriebenen zwei Erzieher pro Gruppe zuverlässig anwesend sind. Außerdem werden den Kindern ständig wechselnde Vertretungskräfte erspart.

Springerpool mit Vertretungskräften wurde aufgelöst

Zwar gab es schon vorher einen sogenannten Springerpool um Ausfälle auszugleichen, der reichte aber in seiner Quantität nicht aus. Die Mittel, die zur Finanzierung dieser Vertretungen im Haushalt eingestellt waren, plus Förderungen des Landes für die Einführung von Drittkräften ermöglichten der Stadt die Idee auch mit den notwendigen monetären Mitteln umzusetzen. Die Maßgabe, dass die dritte Kraft in jedem Fall eine Erzieherin oder ein Erzieher sein soll, erhöhte die Attraktivität der neuen Stellen zusätzlich. Im Wettbewerb mit besser bezahlten Stellen in der Landeshauptstadt Hannover stellt die Maßnahme ein Alleinstellungsmerkmal dar, das offenbar in den Augen viele Erzieher für die Stadt Ronnenberg als Arbeitgeber spricht. „Von den 28 Stellen für die dritte Kraft sind nur noch vier vakant“, stellte Thomas Marhenke vom Team Bildung im jüngsten Fachausschuss fest.

Fehlbestände bei den Erziehern gibt es laut Marhenke noch in einzelnen Einrichtungen, die mit besonderen Umständen begründet werden können. So weise die Inkitaro in Empelde eine abweichende Gruppenstruktur auf und in der Kita Benthe habe es gerade einen unfassenderen Personalwechsel gegeben, wie Kölle erläuterte. „Insgesamt gehen wir jetzt aber von einer Nachhaltigen Versorgung aus“, sagte der Erste Stadtrat.

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Von Uwe Kranz

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