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Nachrichten Ronnenberg: Diakonielädchen Kids feiert fünf Jahre
Region Ronnenberg Nachrichten Ronnenberg: Diakonielädchen Kids feiert fünf Jahre
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15:38 21.06.2018
Sandra Heuer (von links) und Jörg Engmann begrüßen die zahlreichen Gäste. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

„Wir werden groß“ nannte Sandra Heuer als Motto für die Feiern des fünfjährigen Bestehens des Diakonielädchen Kids am Donnerstagmittag. Wenn der Laden einst als Baby gestartet sei, so sei aus ihm inzwischen ein Vorschulkind geworden, erklärte die Leiterin den zahlreichen Gästen bildhaft. Aber auch in diesem Entwicklungsstadium benötige das Projekt noch Unterstützung, machte Heuer klar.

In dem Geschäft an der Ronnenberger Straße wird gespendete Kinderkleidung und andere Artikel für die Kleinen zu günstigen Preisen verkauft. Einkaufen kann hier jedermann. Betrieben wird das Geschäft unter der Trägerschaft des Diakonieverbandes von der Jugendwerkstatt Roter Faden. Den Verkauf regeln Ehrenamtliche und junge Frauen, denen im Rahmen der Jugendberufshilfe als Arbeitslose, sozial Benachteiligte und individuell Beeinträchtigte der Einstieg in das Berufsleben ermöglicht werden soll.

In einem Grußwort lobte Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms mit wie viel „Motivation und Engagement“ in dem Laden gearbeitet würde und dankte Heuer im Namen von Rat und Verwaltung. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch nannte das Konzept des Lädchens „ein Stück gelebte Nachhaltigkeit“. Der Gedanke, dass wir alle gleich starten, sei zudem nicht richtig, sagte er mit Blick auf die Voraussetzungen, unter denen die jungen Frauen ihre Tätigkeit in dem Lädchen beginnen. Er sehe es als Ansporn den Betrieb des Lädchens, der finanziell immer wieder auf der Kippe steht, dauerhaft zu sichern. „Das nehme ich als Appell an uns mit“, sagte der Abgeordnete.

Sein CDU-Pendant Maria Flachsbarth meinte, sie könne Miersch nur zustimmen – in einer großen Koalition, die es in Berlin ja immer noch gebe, fügte sie scherzend hinzu. Als Mutter erinnere sich sich noch gut daran, „wie teuer alles ist, was man für die Kinder kaufen muss.“ Das Prinzip des Tauschens, das in dem Lädchen praktiziert wird, sei daher „in hohem Maße praktisch“.

Heuer resümierte die ersten fünf Jahre anhand einiger Zahlen: 26.000 Personen haben 51.000 Artikel im Diakonielädchen erworben, rechnete sie vor, an 523 Tagen, an denen der Laden geöffnet war. 2900 Arbeitsstunden seien dabei erbracht worden und mehrere Projekte organisiert. Das nächste Projekt trage den Namen Kreativkids und wird durch die NDR-Aktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ finanziert.

Ein besonderes Lob hatte auch Jörg Engmann für Heuer parat. Der Geschäftsführer des Diakonieverbandes Hannover erzählte, er genieße die Besuche in Empelde. Wenn er sehe, wie lebendig es dort ist und der Laden brummt, „dann weiß ich wofür wir das hier alles machen“.

Bis 2020 ist der Betrieb des Roten Fadens mithilfe von Fördergeldern nach aktuellem Stand gesichert. „Unser Ziel ist es, auf eigenen Beinen zustehen“, sagte Heuer. Bis dahin geht die Suche nach finanziellen und ehrenamtlichen Unterstützern sowie Förderkreismitgliedern weiter.

Von Uwe Kranz

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