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Nachrichten Bauhof ist fast täglich am Ententeich im Einsatz
Region Ronnenberg Nachrichten Bauhof ist fast täglich am Ententeich im Einsatz
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15:03 15.08.2019
Trockenen Fußes kann man derzeit die Mulde durchschreiten, in der gewohnheitsmäßig eigentlich Enten schwimmen. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

Eine kleine Pfütze in einer großen Mulde, ringsum hat der Boden Risse bekommen. Ohne nasse Füße zu bekommen, gelangt man von der Bushaltestelle Am Wischacker durch den ausgetrockneten Ententeich zur Selma-Lagerlöf-Schule. Normalerweise schwimmen hier Enten. „Das sieht schlimm aus“, stellt Andrea Thöle fest. Die SPD-Ratsfrau besucht gemeinsam mit dem Fachausschuss für Stadtplanung des Rates den neuen Quartiersplatz neben der Marie-Curie-Schule in Empelde. Und sie gibt den Eindruck vieler Anwohner wieder: Die ungewohnte Trockenheit trübt die eigentlich positive Bilanz der ersten Wochen.

Vandalismus und Vermüllung trüben positiven Eindruck

„Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten“, sagt Andrea Unterricker vom Team Ökologie und Klimaschutz der Stadtverwaltung. Vor allem der Spielplatz neben dem Teich sei immer „gerammelt voll“, erzählt sie. Der im vergangenen November eröffneten Platz sei zu einer „gelungenen Anlage“ geworden. Allerdings gibt es auch Negatives zu berichten. Unterricker zählt Vandalismusschäden an Bäumen, Schildern, Spielgeräten und einer Graffitiwand auf. Die Verursacher hätten „keinen Respekt vor Dingen“ – selbst vor denen, die Kinder hergestellt haben, beklagt sie.

Probleme gibt es auch mit der Vermüllung des Platzes. Auch hier haben die Verursacher offenbar keine Hemmungen. Der Reinigungsrhythmus der städtischen Mitarbeiter liege normalerweise bei einem Besuch pro Woche, erklärt Bauhofsleiter Björn Gaschler. Derzeit müssten sie aber nahezu täglich anrücken. „Manchmal sieht es von einem Tag auf den anderen hier so aus, als seien wir wochenlang nicht dagewesen“, beschreibt er die Lage. Allerdings scheinen die Verursacher auch zu wandern: Mal seien Müllberge hinter der Schule, mal am Rodelberg und mal Auf dem Hagen zu finden, sagt Gaschler.

„Platz hat besondere ökologische Qualität“

Für die Platzgestaltung und den Einsatz des Bauhofs gibt es beim dem Ortstermin dennoch viel Lob aus der Politik. Die städtischen Mitarbeiter machten „einen guten Job“, sagt Andreas Beichler (Grüne). Er beobachte das täglich. Den Quartiersplatz müsse man als „echten Schatz begreifen“, findet er. Der Bereich um den Ententeich habe „eine besondere ökologische Qualität erhalten“.

Bleibt das Problem mit dem ausgetrockneten Teich. Stimmen in sozialen Netzwerken, die eine Auffüllung durch die Stadt fordern, erteilt Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler eine klare Absage. Der Teich werde lediglich im Volksmund als solcher bezeichnet, sagt er. Die Lage in den vergangenen Jahren, in denen die Mulde immer gut mit Wasser gefüllt war, habe diesen Eindruck zwar untermauert. Doch würde nun Wasser künstlich zugeführt, liefe es letztlich über einen Abfluss wieder ab. Zudem würden damit die Aufnahmekapazitäten der Mulde unnötig verringert, erklärt Zehler. Wasserzulauf erhalte der Teich nur bei Regen, ergänzt Unterricker. Gesammelt werde das Wasser der umliegenden Dächer, das in die Mulde geleitet wird. Wegen der Bodenbeschaffenheit sei die Versickerung nicht das Problem. „Es kommt einfach zu wenig von oben, hinzu kommt die Verdunstung.“

In der augenblicklichen Situation sei es unglücklich, dass der Quartiersplatz zumindest abseits des Spielplatzes auf den Teich, der keiner ist, ausgerichtet sei, räumten die Vertreter der Verwaltung ein. Bei den Planungen habe man sich offenbar auf den gewohnt guten Füllstand in der Mulde verlassen. „Niemand konnte ahnen, dass eine solche Trockenheit zwei Jahre lang anhält“, sagt Bürgermeisterin Stephanie Harms. Bleibt also nur zu hoffen, dass es bald wieder ausgiebig regnet.

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Von Uwe Kranz

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