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Nachrichten Anwohner protestieren gegen Standort für Kita-Neubau
Region Ronnenberg Nachrichten Anwohner protestieren gegen Standort für Kita-Neubau
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11:55 30.05.2019
Bei einer Ortsbegehung erläutern Stephanie Harms (Zweite von rechts) und Ortsbürgermeister Karsten Erbelding (links) die Pläne für einen Kita-Neubau auf der Fläche eines Kinderspielplatzes am Rand des Neubaugebiets Schwarzfeld. Quelle: Ingo Rodriguez
Linderte

Anwohner des Neubaugebiets Schwarzfeld haben bei einer Ortsbegehung gegenüber Vertretern der Stadtverwaltung und des Ortsrates massive Kritik am geplanten Standort für den Kita-Neubau geübt. Die Anwohner befürchten unerträglichen Verkehrslärm, wenn die neue Betreuungseinrichtung wie geplant auf der Fläche eines Kinderspielplatzes am Rand des Neubaugebiets errichtet wird.

Zufahrt führt an Gärten vorbei

„Die Zufahrtsstraße führt dann genau an unserem Garten vorbei. Das wäre kaum auszuhalten“, sagte eine Anwohnerin. Sie schlug vor, den Neubau in einem Linderter Gebiet zu errichten, wo künftig die meisten Kinder im Kita-Alter wohnen würden. „Man hatte uns beim Kauf unseres Grundstücks versichert, dass wegen der sensiblen Lage in der Nähe eines Naturschutzgebietes nie eine zunehmende Verkehrsbelastung möglich wäre, sonst hätten wir die Fläche nie erworben“, sagte die Frau verärgert.

Für Standort gibt es keine Alternativen

In der anschließenden Diskussion wiesen Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms, die kommunale Stadtplanerin Angela Meyer-Everloh und Ortsbürgermeister Karsten Erbelding noch einmal auf die dringende Notwendigkeit des Kita-Neubaus und die fehlenden Alternativen für einen anderen Standort hin. Die einzige verfügbare Fläche im Eigentum der Stadt sei der Kinderspielplatz am Rande des Neubaugebietes. „Nicht jedes andere Grundstück ist für das Projekt geeignet und nicht jedes andere Grundstück, das geeignet wäre, steht zum Verkauf“, begründete Harms die Standortwahl.

Auf der Fläche eines Kinderspielplatzes am Rand des Neubaugebiets Schwarzfeld soll ein Kita-Neubau errichtet werden. Quelle: Ingo Rodriguez

Es gebe aber einen großen Bedarf für zusätzliche Kita-Plätze, deshalb werde der geplante Neubau in Linderte dringend benötigt, sagte die Bürgermeisterin. Bei der Anwohnerin stießen die kommunalen Vertreter jedoch auf wenig Verständnis mit ihren Argumenten. Die Stadtplanerin Meyer-Everloh und Harms versicherten jedoch, dass die Einwände aufgenommen würden, um später im neuen Bebauungsplan nach Lösungen zu suchen. „Heute geht es nur um den Aufstellungsbeschluss für eine Änderung und Erweiterung des Bebauungs- und Flächennutzungsplanes“, sagte Meyer-Everloh.

Ortsrat stellt die Weichen für den Neubau

In der anschließenden Ortsratssitzung sprachen sich die Bürgervertreter dann auch trotz der Proteste dafür aus, die rechtlichen Grundlagen für die geplante Spielplatzverlegung und den Kitabau zu schaffen. Sie votierten einstimmig für eine Änderung des Bebauungsplans Schwarzfeld und des Flächennutzungsplans Seefeld. Der Kinderspielplatz soll auf die andere Seite eines angrenzenden Feldweges verlegt werden und hinter einem dortigen Bolzplatz errichtet werden. Die Bolzplatzfläche, die bislang nur gepachtet ist, will die Stadt erwerben.

Der bisherige Kinderspielplatz soll hinter einen angrenzenden Bolzplatz verlegt werden. Quelle: Ingo Rodriguez

Als Zufahrt für die künftige Kita könnte ein Abschnitt des Feldweges in Verlängerung der Straße Am Schwarzfeld, der bislang für den allgemeinen Straßenverkehr gesperrt ist, freigegeben werden. Um im Neubau eine Kindergarten- und eine Krippengruppe für 40 Kinder einzurichten, will die Stadt rund 1,61 Millionen Euro investieren.

Von Ingo Rodriguez

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