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Nachrichten Neuer Hochbahnsteig an der B 65: Die Fronten sind verhärtet
Region Ronnenberg Nachrichten Neuer Hochbahnsteig an der B 65: Die Fronten sind verhärtet
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09:00 09.08.2019
Zwischen Stadtgrenze und Bundesstraßenbrücke möchte die Infra den neuen Hochbahnsteig einfügen. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

Reden erscheint beim aktuellen Stand des Planfeststellungsverfahrens überflüssig. Zumindest sieht das Wolfgang Zehler so. Der Fachbereichsleiter für Stadtplanung bei der Stadt Ronnenberg hält einen Erörterungstermin zum Bau eines Hochbahnsteiges für die Stadtbahnlinie 9 an der Grenze zwischen Empelde und Badenstedt für „entbehrlich“. Die Argumente seien schließlich ausgetauscht, meint er. Soll heißen: Eine Bewegung in den Positionen der Parteien ist ohnehin nicht mehr zu erwarten. Nun muss die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr entscheiden.

Landesverkehrsbehörde muss nun entscheiden

Die andere Partei ist die Infra, die Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover, die mitten in der Planung von vier neuen Hochbahnsteigen entlang der Linie 9 steckt und den neuen Bahnsteig sehr gern auf die südliche Seite der Bundesstraße 65 bauen würde. Geplant ist darüber hinaus der Bau eines neuen Park-and-ride-Platzes direkt am Bundesstraßendamm. Später soll dahinter ein Neubaugebiet mit etwa 400 neuen Wohneinheiten geschaffen werden.

Stadtverwaltung ist für Bau nördlich der B 65

Nach Meinung der Stadt Ronnenberg würde dies die bereits hohe Belastung der Berliner Straße weiter verschärfen. In einer Stellungnahme hatte die Verwaltung im Februar die Details aufgelistet und war zu dem Schluss gekommen, dass ein Bau des Bahnsteiges nördlich der B 65 die bessere Lösung sei.

In einer Erwiderung hat die Infra dieser Stellungnahme nun weitestgehend widersprochen. „Ich habe nichts anderes erwartet“, erklärt Zehler auf Anfrage. Dies sei aber nur ein Zwischenschritt im Planfeststellungsverfahren. Die Landesbehörde sei nun als Planfeststellungsbehörde am Zug zu entscheiden.

„Nennenswerte“ Belastungsreserven

Anders als die Stadt Ronnenberg argumentiert die Infra, dass der Verkehrsknotenpunkt unterhalb der Bundesstraßenbrücke noch „nennenswerte“ Belastungsreserven aufweist. Viele Pendler, die nachmittags aus Badenstedt oder über die Bundesstraße nach Empelde kommen, sind zumindest gefühlt anderer Meinung. Der Ronnenberger CDU-Fraktionschef Hans-Heinrich Hüper berichtete während einer Ratssitzung von Fahrzeugen, die sich bis auf die Bundesstraße zurückstauten.

Infra sieht keine negativen Folgen

Insgesamt liegt die Infra mit ihren Ergebnissen fast komplett auf gegensätzlichem Kurs zur Stadtverwaltung. Zusammenfassend könne festgestellt werden, dass weder der Bau des Hochbahnsteigs noch der der Park-and-ride-Anlage spürbar negative Auswirkungen auf die Verkehrsqualität an den Knotenpunkte entlang der Berliner Straße habe, urteilt die Infra.

„Die Positionen waren von Anfang an verhärtet“, stellt Zehler fest. Die Bedenken der Stadt stützten sich auf eigene Gutachten und Untersuchungen, erklärt er. Aufgrund der unterschiedlichen Bewertungen beider Seiten erwartet der Fachbereichsleiter nun, dass die Planfeststellungsbehörde ihren Beschluss mit besonderer Sorgfalt fasst.

Dies könnte bereits in den kommenden Wochen geschehen, schätzt Zehler. Vorausgesetzt, dass die Landesverkehrsbehörde den eigentlich obligatorischen Erörterungstermin und weitere Diskussionen beider Seiten ebenfalls für überflüssig hält.

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Von Uwe Kranz

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