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Nachrichten Grundschulneubau: Generalunternehmer nicht zugelassen
Region Ronnenberg Nachrichten Grundschulneubau: Generalunternehmer nicht zugelassen
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14:05 25.04.2019
Auch in der neuen Verwaltungsnebenstelle im Gebäude der Sparkasse an der Langen Reihe in Ronnenberg sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Ende Mai sollen sich die Türen für die Bürger öffnen.
Auch in der neuen Verwaltungsnebenstelle im Gebäude der Sparkasse an der Langen Reihe in Ronnenberg sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Ende Mai sollen sich die Türen für die Bürger öffnen. Quelle: Ingo Rodriguez
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Ronnenberg

Die Diskussion über die Vergabe der Arbeiten beim Bau der neuen Grundschule in Empelde an einen Generalunternehmer im Fachausschuss für Finanzen, Steuerung, Stadtentwicklung und Gebäudewirtschaft ist ausgefallen. Bereits zu Beginn der Sitzung, als die Dringlichkeit des Antrags der Gruppe 2 (CDU, Freie Wähler und FDP) festgestellt werden sollte, zog Klaus Erich Thum diesen zurück. Stattdessen erklärten Bürgermeisterin Stephanie Harms und Fachbereichsleiter Frank Schulz in ihrem Bericht, warum eine solche Vergabe in diesem Fall nicht zulässig ist.

Gute Erfahrungen mit Generalunternehmer

Die Stadt hatte beim Umbau der Marie Curie Schule in Empelde gute Erfahrungen mit einem Generalunternehmer gemacht. Vor allem finanziell versprach sich die Gruppe 2 deshalb einen Vorteil, wenn man bei dem Neubau der Grundschule Auf dem Hagen erneut so verfahren könnte. Der Antrag umfasste allerdings auch eine Vorabprüfung bei einem Fachanwalt, ob diese Vergabepraxis zulässig ist. Harms erklärte, dass diese Prüfung stattgefunden habe, mit dem Ergebnis, dass eine Vergabe an einen Generalunternehmer nicht möglich ist.

Den Unterschied der beiden Baumaßnahmen stellte Schulz heraus: Bei der Marie Curie Schule handelte es sich demnach um einen Teilabriss und Neubau sowie einer teilweisen Sanierung bei laufendem Schulbetrieb. Diese besonderen Anforderungen hätte ein Schnittstellenrisiko ergeben mit der Gefahr, dass sich die unterschiedlichen Gewerke in die Quere kommen oder sich gegenseitig ausbremsen. Das sei bei dem Neubau Auf dem Hagen nicht zu befürchten. Da keine Ausnahme angenommen werden könne, so Harms, tritt der gesetzliche Regelfall ein, und dies sei die gewerkeweise Vergabe der Arbeiten. Die detaillierten Pläne inklusive erster Kostenschätzung werden der Stadtgebäudekommission am 2. Mai vorgestellt.

Gute Kostenentwicklung bei der Kita Seegrasweg

Man könne einen Glaubensstreit darüber führen, ob die Vergabe an einen Generalunternehmer Kosten einspare, erklärte Schulz ergänzend. Diese neigten derzeit, aufgrund ständig steigender Kosten, „Angstzuschläge einzupreisen“. Bei der Baustelle der Kita Seegrasweg macht die Stadt derweil gute Erfahrungen mit der kleinteiligen Vergabe der Aufträge. Bei dem Bau, der planmäßig Ende September in Betrieb gehen soll, liegen aktuell die bislang angenommenen Kosten fast in allen Gewerken unter den Schätzungen. Allerdings treten beim Parkplatzbau für die Kita zusätzliche Kosten auf, nachdem eine große Schlammblase im Untergrund entdeckt worden ist, die aufwendig ausgekoffert werden muss.

Andere Bauvorhaben der Stadt kommen gut voran. So ist der Rohbau für das neue Stadtarchiv im Keller des Gemeinschaftshauses abgeschlossen. Im Zuge dessen wurde auch ein Regenwasserkanal, der durch den Raum führt, erneuert. Uwe Buntrock (Grüne) forderte zum Schutz des Archivs vor Regenwasser bei einem Leitungsschaden zusätzliche Sicherheits- und Warnvorrichtungen einzubauen.

Nebenstelle in der Sparkasse wird Ende Mai eröffnet

Auch in der neuen Verwaltungsnebenstelle im Gebäude der Sparkasse an der Langen Reihe in Ronnenberg sind die Bauarbeiten abgeschlossen. Als nächstes steht dort die Möblierung an. Planmäßig sollen sich hier Ende Mai die Türen für die Bürger öffnen.

Einen Erfolg sieht die Stadt zudem in der fast abgeschlossenen energetischen Sanierung der Großsporthalle, Am Sportpark, in Empelde. Die Umrüstung auf LED-Beleuchtung und Erneuerung der Leitungen hat innerhalb von fünf Monaten eine Einsparung bei den Stromkosten von 6600 Euro erbracht. Das seien rund 42 Prozent, rechnete Cord Hennies vom Team Gebäudewirtschaft in seinem Bericht vor.

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Von Uwe Kranz