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Region Ronnenberg Nachrichten Grüne wollen Straßen nach weiblichen Persönlichkeiten benennen
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17:27 08.11.2019
Verdiente Persönlichkeiten wie der frühere Bürgermeister Ernst-Georg Hüper zieren viele Straßenschilder Stadt. Zu wenige davon sind weiblich, monieren die Grünen im Rat. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Die Straße an sich ist weiblich. Daran soll nicht gerüttelt werden, auch nicht im Zuge der allgemeinen Genderdiskussion, in der viele männliche Bezeichnungen so verändert werden, dass sie für die Ansprüche beider Geschlechter tauglich erscheinen. Unangenehm aufgefallen ist nun aber, dass die eigentlich weibliche Straße im Stadtgebiet von Ronnenberg – dort wo sie nach Personen benannt ist – zu mehr als 90 Prozent die Namen von männlichen Persönlichkeiten trägt. Das muss sich ändern, meinen die Grünen im Rat der Stadt und beantragen weibliche Namenspaten für die Straßen des neuen Baugebietes Nordost in der Kernstadt.

„Dieses Ungleichgewicht ist unter dem Gleichstellungsgesichtspunkt nicht mehr zeitgemäß“, urteilen die Grünen über das Ergebnis ihrer Recherche in der Begründung ihres Antrags. Ein grundsätzlicher Antrag sei überdies bereits 2016 von der damals bestehenden Gruppe SPD-Grüne im Rat beschlossen worden.

Fraktion macht konkrete Vorschläge für das Gewerbegebiet

Im derzeit in Planung befindlichen Baugebiet Nordost sehen die Grünen das ideale Feld zur Umsetzung dieser Idee. Die Zweiteilung in einen Wohn- und einen Gewerbebereich gibt den Politikern dabei zusätzlich noch den nötigen Spielraum, Frauen aus verschiedenen Fachbereichen zu berücksichtigen. So könnten die Straßen im Wohngebiet beispielsweise nach Musikerinnen oder Malerinnen benannt werden, schlägt die Fraktion in ihrem Antrag vor.

Im Gewerbegebiet könnten Frauen mit Verdiensten in Wissenschaft und Ingenieurwesen Namensgeberinnen für die einzelnen Zuwegungen werden, so der Antrag. Die Grünen machen dazu auch konkrete Vorschläge und zählen Irmgard Lotz (Regelungstechnik und Aerodynamik), Martha Schneider-Bürger (Stahlbau), Elisabeth von Knobelsdorff (Architektur) und Ilse Essers (Luftfahrttechnik und Maschinenbau) als mögliche Kandidatinnen auf.

Die Diskussionen über diesen Antrag dürften in der Beratungsfolge nach der kommenden Ratssitzung am Donnerstag, 14. November, (18 Uhr im Gemeinschaftshaus Ronnenberg) beginnen. Die Fachausschüsse tagen wieder ab dem 27. November.

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Von Uwe Kranz

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