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Region Ronnenberg Nachrichten Abgemeldete Autos parken auf Parkplätzen
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12:59 26.11.2018
Die unangemeldeten Autos stehen tagelang auf den Parkplätzen.
Die unangemeldeten Autos stehen tagelang auf den Parkplätzen. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
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Empelde

Das Ärgernis in der Nenndorfer Straße in Empelde ist aufgrund seiner leuchtend roten Farbe weithin zu sehen. Einige Autos, die hier in Parkbuchten abgestellt sind, sind mit einem eben solchen Aufkleber versehen. Die Bedeutung ist klar: Diese Fahrzeuge haben keine Zulassung und müssen innerhalb von vier Wochen entfernt werden. Sonst droht die Verschrottung durch den kommunalen Entsorger Aha. Das Problem für die Stadtverwaltung: Zwar werden die Fahrzeuge stets rechtzeitig vor Ende der Frist entfernt, anschließend werden sie aber alsbald durch andere ersetzt. Der dafür laut Stadt verantwortliche KFZ-Betrieb zeigt sich uneinsichtig.

„Wir sind in Gesprächen mit dem Inhaber“, bestätigt Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Verwaltung. Die Verantwortlichen des Unternehmens reagierten darauf aber kaum. Auf Anfrage erklärte ein selbsternannter „Verantwortlicher“ des Kfz-Betriebes die Situation aus seiner Sicht: „Die Händler stellen das Auto ab und nehmen den Schlüssel wieder mit“, sagt er. Er könne die Autos daher nicht umparken. Kurz vor Ablauf der Fristen werden die Fahrzeuge dann aber doch entfernt.

Für die Haltebuchten in diesem Bereich der Nenndorfer Straße gilt eine Parkschein-Pflicht. Die Autos dürfen dort eigentlich nur bis zu zwei Stunden abgestellt werden. „Knöllchen“ können die städtischen Mitarbeiter allerdings nicht verteilen, erklärt Zehler. Dazu wäre ein Kennzeichen notwendig. Diese fehlen allerdings an den abgemeldeten Fahrzeugen in der Regel. Was bleibt, ist die Androhung der Verschrottung – mit der vierwöchigen Frist, die offenbar gern ausgenutzt wird.

Immer wieder gehen bei der Stadt Beschwerden von Anwohnern zu diesem Thema ein – zuletzt während der Einwohnerfragestunden in den städtischen Gremien. Im Ronnenberger Rathaus überlegt man auch deshalb, wie man diesem Ärgernis auf andere Weise begegnen kann. Geprüft werden könne beispielsweise, ob das Unternehmen die erforderlichen Stellplätze auf dem Firmengrundstück nachweisen könne und wie diese genutzt würden, hieß es aus der Verwaltung.

Ihrer Ansicht nach geht die dauerhafte Nutzung der Parkbuchten deutlich über den so genannten Gemeingebrauch der Straße hinaus. Das ständige Abstellen von Fahrzeugen im Rahmen des Werkstattbetriebes stelle eine andere Qualität dar, beurteilt Zehler. In diesem Fall hätte die Stadt andere Ahndungsmöglichkeiten der Parkzeitverstöße, die die Stadt nun in Erwägung ziehe.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig und Uwe Kranz