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Nachrichten Quartiersplatz in Empelde ist eröffnet
Region Ronnenberg Nachrichten Quartiersplatz in Empelde ist eröffnet
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14:49 14.11.2018
Rund 20 Teilnehmer begleiteten die Bürgermeisterin auf einem ersten Rundgang über den Platz.
Rund 20 Teilnehmer begleiteten die Bürgermeisterin auf einem ersten Rundgang über den Platz. Quelle: Uwe Kranz
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Empelde

„Endlich!“ Mit diesem Wort brachte Bürgermeisterin Stephanie Harms die Empfindungen vieler Empelder auf den Punkt. Die Anwohner im Quartier rings um den Ententeich in Empelde-Süd konnten es kaum erwarten, dass der Bauzaun um den neuen Platz der Generationen entfernt wird. Am Dienstagnachmittag eröffnete nun die Bürgermeisterin die neu gestaltete Anlage und unternahm gemeinsam mit rund 20 Empeldern einen ersten Rundgang.

Der Termin sei „nicht ideal“, räumte die Verwaltungschefin ein. Aber man habe nun nicht mehr länger warten wollen. Lange Lieferzeiten von Spielgeräten und der wegen der Trockenheit nur zögerlich wachsende Rasen hatten die Freigabe des 125.000 Euro teuren Platzes lange ausgebremst. „Manche Prozesse dauern eben etwas länger“, sagte Harms. Dafür habe Empelde nun „ein Musterbeispiel für einen Quartiersplatz“.

In einer kurzen Rede stellte sie die Entwicklung des Projektes dar: 2016 aus den ersten Ideen zum Integrierten Stadtentwicklungkonzept (ISEK) entsprungen, beschloss der Rat im vergangenen Jahr den Bereich um den Ententeich neben der Marie Curie Schule mit dem Spielplatz Am Wischacker zu einem großen Areal für alle Generationen zu vereinigen und durch gestalterische Mittel und neue Einrichtungen aufzuwerten.

Nun ist auf dem Quartiersplatz für alle etwas dabei: Der Bereich um den Teich lädt mit neuen Wegen, Bänken und Liegeplattformen am Wasser zum relaxen ein. Für die Kleinsten wurde der Sandspielbereich verlegt und mit Sandsteinen ganz neu gestaltet. Für Jugendliche, Erwachsene und Senioren wurden Freiluft-Fitnessgeräte installiert. Hängematten und eine Slagline sowie der erhaltene Bolzplatz sollen Kinder und Jugendliche anlocken.

Von den Besuchern des ersten Tages gab es viel Lob. „Ich habe schon gewartet und habe mir vorgenommen, zweimal die Woche hier zu erscheinen“, sagte Anwohnerin Ilona Struck. Und auch die Kritik an vermeindlichem Kahlschlag zu Beginn der Arbeiten ist weitestgehend verstummt. Andrea Unterricker, Teamleiterin Ökologie bei der Verwaltung, habe „um jeden Baum gekämpft“, erzählt die Bürgermeisterin. So seien die Trauerweiden krank gewesen und hätten ohnehin weichen müssen, erklärt Unterricker. Die Ersatzpflanzungen seien indes noch nicht ganz vollständig. An der Ecke zur Marie Curie Schule fehle noch ein Baum, genauso wie die Blühstreifen entlang der Wege. Diese seien zwar schon angelegt, zeigten sich aber erst im kommenden Jahr in voller Pracht.

Bei aller Freude über das abgeschlossene Projekt geht der Blick Unterrickers weiter nach vorn. Jugendbänke könnte der Quartiersplatz im Spielplatzbereich noch vertragen – und ein neues Hauptspielgerät. Das sei zwar intakt aber in die Jahre gekommen. Nun seien aber erstmal andere Stadtteile dran, zum Beispiel Ronnenberg.

Einen Appell richtete Harms, die den Platz bereits seit ihrer Kinderzeit kennt an alle Empelder: „Ich wünsche mir, dass alle hier eine schöne Zeit haben und dass der Platz lange so erhalten bleibt.“

Von Uwe Kranz