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Nachrichten Basketball bis die Ohren klingeln
Region Ronnenberg Nachrichten Basketball bis die Ohren klingeln
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00:50 27.04.2018
Kein Durchkommen: Elias (links) und Max schirmen den Gegner vom eigenen Korb ab.
Kein Durchkommen: Elias (links) und Max schirmen den Gegner vom eigenen Korb ab. Quelle: Uwe Kranz
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Empelde

 Doro Richter klingeln die Ohren. Die Bundesliga-Basketballspielerin steht in der Sporthalle der Theodor-Heuss-Grundschule in Empelde. Die Geräuschkulisse ist atemberaubend, zumal gerade die eigene Mannschaft auf den gegnerischen Korb zuläuft und Elias zwei Punkte erzielt. „Mittags fühlt es sich an, wie nach einem Diskobesuch“, sagt Richter. Aber sie lacht und man sieht ihr an: Die Turniere der so genannten Juniorleague liegen ihr besonders am Herzen. 

Neun Mannschaften kämpften an diesem Tag in Empelde um den Turniersieg. Eine richtige Liga ist die Juniorleague nicht, dafür fehlt es an Kontinuität, erklärt die Bundesligaspielerin vom TK Hannover. Gemeinsam mit den Männern der Linen Dudes organisieren die Frauen zwar möglichst einmal im Monat einen Wettbewerb irgendwo in der Region, nur das Team aus Wettbergen ist aber bei annähernd jedem Termin dabei.

Die heutigen Gastgeber lassen ungefähr die Hälfte aller Turniere aus. Die Tigers, wie sie sich ganz in Anlehnung an die amerikanischen Vorbilder in dieser Sportart nennen, schlagen sich gut. Für eine gelungene Abwehraktion oder einen Korberfolg bekommen sie einen „Daumen hoch“ von AG-Übungsleiter Ralf Schirmacher. Die Turnierleitung verzichtet allerdings darauf, Ergebnisse live anzuzeigen. „Oftmals fragen die Kinder nach den Spielen, ob sie gewonnen oder verloren haben“, erzählt Richter. Auf diese Weise wird übertriebener Ehrgeiz auf dem Spielfeld unterbunden. 

Beinahe ein Jahr mussten die Organisatoren darauf warten, in Empelde einen Wettbewerb zu veranstalten. Ein defekter Korb konnte nicht eher ersetzt werden, erklärt Richter. „Es ist schön, dass es jetzt geklappt hat. Mit nur einem Spielfeld macht ein solches Turnier keinen Sinn“, sagt sie. 

Ähnlich wie auf dem Spielfeld wechselt dann das Personal auf der Tribüne. Die Klassen dürfen das Spektakel nicht alle auf einmal ansehen. Sie feuern ihre Teams in Schichten an – auch die zweite Mannschaft der Theodor-Heuss-Schule, die Titans. Und dann wird es auch schon wieder laut in der Halle an der Barbarastraße. 

Von Uwe Kranz