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Region Kliniken in Lehrte und Burgwedel bleiben erhalten
Region Kliniken in Lehrte und Burgwedel bleiben erhalten
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00:19 06.12.2015
Von Mathias Klein
Rot-Grün will einen Neubau in Burgwedel, um das Großburgwedeler Krankenhaus zu ersetzen. 
Rot-Grün will einen Neubau in Burgwedel, um das Großburgwedeler Krankenhaus zu ersetzen.  Quelle: Behrens/Archiv
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Hannover

Eine entsprechende Vorentscheidung ist nach Informationen der HAZ in den Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen sowie an der Spitze der Regionsverwaltung gefallen. Zwar favorisiert die Geschäftsführung des Klinikums weiterhin eine Aufgabe der beiden Standorte und einen Neubau auf der grünen Wiese. Aber wie aus einer Beschlussvorlage für die Sitzung des Aufsichtsrats hervorgeht, soll das Gremium auf die Entscheidung des Gesellschafters, also der Region Hannover, Rücksicht nehmen. Dass das geschieht, dürfte durch die Mehrheit von SPD-, Grünen- und Gewerkschaftsvertretern gesichert sein.

Die SPD-Fraktion hatte sich bereits vor eineinhalb Monaten festgelegt. Nur wenige Stunden nach der Vorstellung von vier Varianten für die Zukunft der Kliniken in Großburgwedel und Lehrte hatte die Partei die Schließung der beiden Kliniken und einen Neubau abgelehnt. Stattdessen befürworteten die Sozialdemokraten vor sechs Wochen bereits einen Neubau in Großburgwedel. Zudem soll das Lehrter Krankenhaus nicht verkleinert werden, wie es in der entsprechenden Variante der Geschäftsführung vorgesehen ist. 

Derzeit ist daran gedacht, das neue Burgwedeler Krankenhaus direkt neben dem bisherigen Bau zu errichten. Vor einigen Jahren ist dort bereits mit Vorbereitungen für ein neues Bettenhaus begonnen worden. Die Arbeiten wurden jedoch eingestellt, als die Geschäftsführung des Klinikums Region Hannover (KRH) ihre Pläne für die sogenannte Medizinstrategie 2020 vorbereitete. Im Rahmen dieses Reformkonzepts war ursprünglich geplant gewesen, beide Kliniken zugunsten einer neuen an einem anderen Ort zu schließen.

Stattdessen wird bei SPD und Grünen nun energisch diskutiert, wie das Lehrter Krankenhaus aufgewertet werden kann. In der ursprünglichen Variante mit einem Neubau in Großburgwedel waren in Lehrte nur noch insgesamt 50 Betten für die Innere Medizin und die Geriatrie vorgesehen. Jetzt heißt es, dass der geriatrische Bereich in Lehrte vergrößert werden soll. Möglicherweise könnte Lehrte sogar geriatrisches Zentrum für die gesamte Region werden. 

Hinter den Kulissen wird als Grund für den Beschluss von Rot-Grün die anstehende Kommunalwahl am 11. September 2016 gesehen. Seit der Schließung des Springer Krankenhauses befürchte Rot-Grün im Deister-Bereich einen massiven Stimmeneinbruch. Dort hatte die Bevölkerung bis zuletzt vehement gegen die Klinikschließung protestiert. Jetzt soll offenbar vermieden werden, dass es auch im Nordosten der Region zu massiven Stimmeneinbrüchen kommt.

Kommentar: "Bei Rot-Grün geht die Angst um"

Einen Kommentar zum Thema lesen Sie hier.

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