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Nachrichten Flüchtlinge: Stadt will umfassend informieren
Region Pattensen Nachrichten Flüchtlinge: Stadt will umfassend informieren
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15:00 22.01.2016
Von Tobias Lehmann
Das Haus am Ostlandplatz in Pattensen-Mitte ist bereits von Flüchtlingen bewohnt. Wie geht es mit der Unterbringung weiter? Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen

Das Informationsbedürfnis der Pattenser Bürger ist groß. Die Verwaltung bearbeitet zurzeit zahlreiche aus der Bevölkerung gestellte Fragen zur Unterbringung der Flüchtlinge. "Wir bitten um Verständnis, dass es ein wenig dauert. Schließlich wollen wir auf dieses sensible Thema auch ehrlich und umfassend antworten", sagt Steding.

Einen offenen an Bürgermeisterin Ramona Schumann adressierten Brief hat der Hüpeder Thomas Bungart geschrieben. Er will unter anderem wissen, welche Hallen belegt werden und wie viele Flüchtlinge dort jeweils untergebracht werden. Zudem fragt er, welche Kosten durch Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen entstehen und in welcher Höhe diese von der Stadt, vom Land und vom Bund getragen werden. Weiterhin fordert Bungart die Bürgermeisterin auf, Pläne zur Unterbringung vorzustellen, falls der Zuzug von Flüchtlingen auch 2017 anhalte.

Bungart will auch wissen, ob die Stadt ein Sicherheitskonzept entwickelt hat, dass Sorgen der Bürger wegen "Anschlägen rechter Gewalt" wie auch "Handlungen à la Köln" ernst nimmt. Er bezieht sich auf "Übergriffe auf Frauen" in der Silvesternacht in Köln an denen auch Flüchtlinge beteiligt waren. Dass für die Turnhallen ein Sicherheitsdienst angestellt werden soll, hatte die Stadt bereits angekündigt. Steding verweist darauf, dass es in Pattensen bisher nur positive Erfahrungen mit Flüchtlingen gab. "Ich rate allen, den direkten Kontakt zu suchen, zum Beispiel durch die Mitarbeit im Netzwerk für Flüchtlinge", sagt die Stadtsprecherin.

Steding erläutert, dass die Unterbringung in Turnhallen temporär sein wird. Einige Monate werde es dauern, aber nicht Jahre. Zur weiteren Planung will sie sich im Moment noch nicht äußern. Zunächst soll die Politik informiert werden. "Doch direkt im Anschluss teilen wir unsere Pläne auch der Öffentlichkeit mit", sagt sie. Auch Bungart könne so bald wie möglich mit einer Antwort der Bürgermeisterin rechnen.

Die Sprachlernklasse in der Grundschule Jeinsen wird jetzt doch nicht eingerichtet. Grund: Die Landesschulbehörde schreibt eine Einzelbeförderung für die Kinder vor, deren Kosten die Stadt tragen müsste. Bürgermeisterin Ramona Schumann kommentiert: "Das ist ärgerlich und praxisfern."

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