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Region Pattensen Nachrichten Trockenste Wüste der Welt versinkt im Regen
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15:55 29.04.2019
Ein aktiver Vulkan in Chile: Nadia Seidensticker (links) und Marieke Steding. Quelle: privat
Pattensen

Nadia Seidensticker und Marieke Steding, beide 19 Jahre alt, sind in Pattensen aufgewachsen und kennen sich seit Kindertagen. Die beiden Freundinnen haben am Ende des Schuljahres 2017/2018 ihr Abitur abgelegt und sind im August 2018 zu einer Weltreise aufgebrochen. Um sich diesen Traum zu erfüllen, haben sie viel gejobbt und lange gespart. Vor ihrer Abreise haben die jungen Frauen versprochen, einige ihrer Eindrücke und Erlebnisse für diese Zeitung aufzuschreiben. Dies ist ihr aktuellster und letzter Bericht aus Chile und Costa Rica.

Chile haben wir deutlich unterschätzt. Es fuhren zwar überall hin Busse, jedoch waren die Strecken länger als gedacht. Für einen Aufenthalt von nur zweieinhalb Wochen hatten wir uns jedoch recht viel vorgenommen. Wir wollten zum einen in den Süden in die Berge, und zum anderen in den Norden in die Wüste.

Zuerst sind wir in den Süden geflogen. Dort haben wir dann nach etwa einer Woche erkannt, dass es uns zu kalt oder nicht südlich genug ist, um es richtig zu genießen. Nach ein paar Tagen Planung haben wir uns also entschieden, wieder nach Santiago zu fahren. Das erste Mal seit sechs Monaten hatten wir einen Plan und etwas mehr als zwei Tage im Voraus gebucht: Wir wollten nach San Pedro de Atacama, in die angeblich trockenste Wüste der Welt.

Ja, mach’ du nur einen Plan

Der Plan war: mit dem Bus in den Norden, dort fünf Nächte im gebuchten Hostel bleiben, ein paar einzigartige Tagestrips machen und dann zurück nach Santiago fliegen, um rechtzeitig den Flieger nach Costa Rica zu bekommen. Das ist aber leider im Wortsinne ins Wasser gefallen, da es ausgerechnet dann Jahrhundertregenfälle gab in der bis dahin trockensten Wüste der Welt...

Nun saßen wir seit 24 Stunden im Bus. Zwei Stunden vor der Ankunft wurde uns mitgeteilt, dass alles überschwemmt sei und es nicht möglich sei, nach Atacama hin oder von dort weg zu kommen.

Normalerweise soll es nur zwei Tage im Jahr dort regnen, doch das Unwetter hielt fast zwei Wochen. Also brauchten wir einen neuen Plan. Wir sind nun mit einem Franzosen, den wir in Santiago kennengelernt hatten, und zwei Österreicherinnen aus dem Bus spontan nach Iquique gefahren. Wir hatten Glück: Dort schien die Sonne und wir konnten uns ein paar entspannte Strandtage machen.

Entspannte Strandtage in Chile. Quelle: privat

Von dort sind wir zurück nach Calama gereist, um von dort nach Santiago zu fliegen, am Flughafen zu schlafen, um am nächsten Morgen den Flieger nach San José, in die Hauptstadt von Costa Rica, zu bekommen.

Urlaub ist wirklich anstrengend

In Costa Rica gelandet haben wir direkt die Gelassenheit der CostaRicaner aufgenommen. Wir wussten, hier werden wir mal so richtig entspannen. Klar, sind wir seit sechs Monaten im „Urlaub“, jedoch ist dies auch wirklich anstrengend: Ständige Zeitverschiebungen, Rucksack packen, jeden Tag neue Menschen, Organisation, kein eigenes Zimmer und viele verschiedene Sprachen.

Nach einer Nacht in der Hauptstadt, haben wir uns für eine Sechs-Stunden-Reise in einen Bus nach Puerto Viejo gesetzt. Das Reisen mit dem Bus in Costa Rica ist zwar günstig, jedoch muss man immer über San José fahren, wodurch die Strecken länger sind, als sie müssten. Klimaanlagen im Bus waren die Fenster, die aber bei über 30 Grad Celsius leider nicht mehr viel Abkühlung bringen.

In Puerto Viejo - dem karibischen Paradies - angekommen, trafen wir die Gastfamilie, bei der Nadia nach der zehnten Klasse für zehn Monate gelebt hat. Außerdem trafen wir auf viele Surfer und die Gelassenheit pur. Wir bleiben das erste Mal auf unserer Reise fünf Nächte an einem Ort. Wir haben uns Fahrräder ausgeliehen und vor allem die Strände und die Sonne genossen.

Nächster Stop: Monteverde. Im Bus nach Monteverde haben wir Caro und Franzi aus Berlin kennengelernt. Als der Bus in Monteverde hält, verabschieden wir uns von den beiden und machen uns auf den Weg zum Hostel. In der Küche treffen wir dann zufällig wieder auf die zwei Mädchen und planen direkt einen gemeinsamen Reitausflug zum Sonnenuntergang am nächsten Abend. In Monteverde haben wir zudem den Regenwald auf Hängebrücken durchquert und viele super herzliche Menschen kennengelernt.

Der Weg führt über eine Hängebrücke im Regenwald in Costa Rica. Quelle: privat

Nach aufregenden sieben Monaten trennen sich die Wege

Nadia, Caro, Franzi und ich hatten das Gefühl, es sei ein großes Glück, dass alle den selben Plan haben – und sind nach La Fortuna gefahren. Dort haben wir einen Tagestrip zu einem noch aktiven Vulkan gemacht und in Hot Springs eine Schlammmaske und Cocktails genossen. Caro und Franzi machten sich auf den Weg nach Panama, und wir fuhren nochmal nach Puerto Viejo zu Nadias Gastfamilie, bevor sich unsere Wege nach aufregenden sieben Monaten trennten.

Für Marieke ging es nach Kanada, wo die Gastfamilie wartete, bei der sie in der 10. Klasse gewohnt hatte. Nadia ist noch einen Monat mit ihrem Freund in Costa Rica geblieben. Das nächste Treffen soll dann zu Hause in Pattensen sein.

Von Nadia Seidensticker und Marieke Steding

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