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Region Pattensen Nachrichten Fünf Jahre gesperrt: Wird der Beekeweg in Jeinsen endlich saniert?
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14:59 23.08.2019
Der geringe Abstand zwischen den Grundstücken treibt die Kosten für die Sanierung der Ufermauer in die Höhe. Quelle: Tobias Lehmann
Jeinsen

Wird die Ufermauer an der Beeke in Jeinsen im Jahr 2020 saniert? Der dort entlang führende Weg zwischen den Straßen Auf der Masch und der Raiffeisenstraße ist auf einer Länge von rund 90 Metern seit 2014 gesperrt. Die Ufermauer ist abgängig und könnte einstürzen.

Bereits etwa ebenso lange fordert der Ortsrat die Sanierung des Weges. Ende 2017 hatte auch die SPD-Ratsfraktion sich der Forderung angeschlossen und eine Sanierung für rund 320.000 Euro gefordert.

Ingenieurbüro schlägt drei Varianten vor

Jetzt ist der Prozess einen Schritt weitergekommen. Das Ingenieurbüro Pabsch & Partner aus Hildesheim hat im Auftrag der Stadt in einer Studie drei verschiedene Varianten und deren Kosten untersucht. Eine davon ist: Die Ufermauer wird durch eine Winkelstützmauer ersetzt und zugleich wird der Gehweg erneuert. Die Kosten belaufen sich auf 360.000 Euro.

Eine zweite Möglichkeit wäre, die Mauer mit sogenannten Schalungssteinen neuzubauen sowie ebenfalls den Gehweg zu erneuern. Diese Alternative soll 324.000 Euro kosten. Die günstigste Variante wäre die dritte: auf den Gehweg verzichten und lediglich eine Uferböschung aus Drahtgitterkörben –mit Steinen gefüllt – aufzubauen. Dies würde etwa 243.000 Euro kosten.

Höhere Kosten wegen des schmalen Baubereichs

Ein großes Problem bleibt, dass der Abstand zwischen den Grundstücksgrenzen an der Stelle lediglich etwa vier Meter beträgt. „Aufgrund der beengten Platzverhältnisse ist der bauliche Schwierigkeitsgrad als sehr hoch einzustufen“, heißt es in der Studie. Es müssten Minibagger und Kleingeräte eingesetzt werden. Zusätzlich müsse eine große Menge per Hand gebaut werden.

Wenn es zu Regenfällen und deshalb zu einem stärkeren Abfluss der Beeke käme, müsste die gesamte Baustelle geräumt und anschließend wieder neu eingerichtet werden. Die Baugrube müsste zudem durchgehend trocken gehalten werden. Dies sei möglich, wenn eine Rohrleitung verlegt und der Baubereich mit Sandsäcken abgesperrt werde. Zudem müssten Mobilpumpen zum Einsatz kommen.

Sollte sich die Stadt für die Winkelmauer entscheiden, schätzt das Ingenieurbüro die Mehrkosten aufgrund der Erschwernisse auf rund 50.000 Euro. Für die weiteren beiden Varianten seien diese Kosten etwas günstiger, da auf größere Baugeräte verzichtet werden könne.

Mauer soll 2020 saniert werden

Die Pattenser Verwaltung empfiehlt lediglich die Sanierung der Mauer im nächsten Jahr. Eine favorisierte Alternative nennt sie nicht. Zunächst wird der Ortsrat Jeinsen in seiner öffentlichen Sitzung am Mittwoch, 11. September, ab 19 Uhr im Landgasthof darüber diskutieren. Später diskutieren der Bauausschuss und der Finanzausschuss darüber. Die Entscheidung soll in der Ratssitzung am Donnerstag, 26. September, fallen. Dort will Bürgermeisterin Ramona Schumann auch den Haushaltsentwurf für 2020 erstmals vorstellen.

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Von Tobias Lehmann

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