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Nachrichten Anwohner bezweifelt Nutzen der Verkehrsmessung
Region Pattensen Nachrichten Anwohner bezweifelt Nutzen der Verkehrsmessung
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16:45 26.03.2019
Mit einem am Verkehrsschild befestigten Gerät misst die Stadt Pattensen die Zahl und Art der Fahrzeuge auf der Umgehungsstraße (K226). Quelle: Kim Gallop
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Pattensen-Mitte

An der Entlastungsstraße K 226 misst die Stadt zurzeit für sechs Wochen das Tempo der vorbeifahrenden Autos. Das Radargerät ist an einem Verkehrsschild etwa 200 Meter vom Kreisel entfernt angebracht. Anlass für die Messung an der Umgehungsstraße war die Beschwerde des Ehepaares Pohl, das an der Warschauer Straße wohnt und unter dem Lärm der K226 leidet. Stefan Pohl kritisierte jetzt den von der Stadt gewählten Standort des Seitenradarmessgeräts als ungeeignet. Es sei zu nah am Kreisel, denn viele Fahrzeuge, die in den Kreisel einfahren wollen, würden abbremsen.

Mit einem am Verkehrsschild befestigten Gerät misst die Stadt Pattensen die Zahl und Art der Fahrzeuge auf der Umgehungsstraße (K226). Quelle: Kim Gallop

Stadtsprecherin Andrea Steding widerspricht. „Die bisherigen Messergebnisse zeigen nicht, dass die Autos an der Stelle bereits bremsen“, sagt sie. Zudem weist Steding weist darauf hin, dass das Schild in einer Höhe von mindestens 2,5 Meter angebracht werden muss. Das sei nicht überall möglich.

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Gerät misst Geschwindigkeit und Länge der Fahrzeuge

„Wir können das Messgerät später allerdings nochmal bei der Einmündung in Richtung des Pattenser Feldwegs anbringen“, sagt sie. Das Gerät misst neben der Geschwindigkeit auch die Länge der Fahrzeuge, so dass zwischen Autos und Lastwagen unterschieden werden kann. Alle sieben Tage wird der eigentlich 14 Tage laufende Akku ausgetauscht, damit eine durchgehende und aussagekräftige Messung garantiert ist. Zusätzliche Personalkosten entstehen der Stadt nicht.

Von Kim Gallop und Tobias Lehmann