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Nachrichten Betrug im Internet: Pattenser hat für 3500 Euro eingekauft, aber nicht bezahlt
Region Pattensen Nachrichten Betrug im Internet: Pattenser hat für 3500 Euro eingekauft, aber nicht bezahlt
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07:37 24.08.2019
Das Amtsgericht Springe hat einen 39-jährigen wegen gewerbsmäßigen Betrugs verurteilt. Quelle: Zimmer (Archiv)
Pattensen/Springe

Er bestellte bei Online-Shops Kleidung, Kinderspielzeug und Lebensmittel: Ein 39-Jähriger aus Pattensen orderte für mehr als 3500 Euro Waren – bezahlt hat er davon nichts. Wegen gewerbsmäßigen Betrugs musste sich der Mann jetzt vor dem Amtsgericht Springe verantworten. Die Strafrichterin verurteilte ihn zu einer elfmonatigen Bewährungsstrafe. Zudem muss er 150 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Zwanghaft im Internet bestellt

„Mir tut es wahnsinnig leid, was ich gemacht habe“, sagte der Mann, der sich in psychologischer Behandlung befindet. Er neige zu selbstzerstörerischem Verhalten , erklärte der 39-Jährige. In der Vergangenheit habe er in solchen Phasen zwanghaft bestellt.

Insgesamt 27 Mal füllte er so vor etwa zwei Jahren im Internet einen Warenkorb, manchmal im Minutentakt. So orderte er etwa Tee für mehr als 400 Euro. Er trinke sehr gerne Tee, erklärte er auf die erstaunte Nachfrage der Richterin konkret nach dieser Bestellung. Aber auch Schuhe, Kosmetika für seine Freundin bestellte er, schloss unter anderem auch einen Mobilfunkvertrag ab, ohne dafür zu bezahlen. Irgendwann habe er dann begriffen, dass es so nicht weitergeht.

Angeklagter zeigt sich selbst an und sucht Hilfe

Der Mann zeigte sich nicht nur selbst bei der Polizei an, sondern holte sich anschließend auch externe Hilfe, unter anderem bei der Familienhilfe. „Der Mist, den ich angehäuft habe, wird jetzt mit einem Sozialarbeiter abgearbeitet“, sagte der Angeklagte im Gerichtssaal aus.

Jetzt aber gehe es bergauf, versicherte er. Doch noch muss der Mann sich mit seiner Vergangenheit weiter beschäftigen – und sich wohl noch auf eine neue Anklage gefasst machen. Denn neben den jetzt verhandelten 27 betrügerischen Bestellungen soll es noch weitere gegeben haben.

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