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Region Pattensen Nachrichten In Schulenburg sind alle Kindergartenplätze belegt
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12:53 28.04.2019
In Schulenburg sind alle Kindergartenplätze belegt.
In Schulenburg sind alle Kindergartenplätze belegt. Quelle: Kim Gallop
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Schulenburg

Erst in der vergangenen Woche teilte die Stadtverwaltung mit, dass alle Kinder aus dem Stadtgebiet in diesem Jahr einen Kindergartenplatz bekommen. Stadtsprecherin Andrea Steding weist jetzt allerdings auf eine Einschränkung hin: In Schulenburg gibt es mehr Anmeldungen als Plätze, die zur Verfügung stehen. 14 Eltern müssen ihre Kinder in Kindergärten in Hüpede, Jeinsen und Pattensen-Mitte schicken. „Die Stadt erfüllt damit den Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. Doch schön ist diese Lösung natürlich nicht“, sagt Steding.

Arbeitsgruppe gestaltet zukunftsfähiges Konzept

Die Stadtsprecherin weist darauf hin, dass die Arbeitsgruppe Stadtentwicklung mit Vertretern aus Politik und Verwaltung derzeit an einem zukunftsfähigen Konzept für Kindertagesstätten und Grundschulen arbeite. „Allen ist bewusst, dass es eilt, doch bis zum Sommer diesen Jahres wird es in Schulenburg noch keine zusätzlichen Plätze geben.“ Im Stadtgebiet gibt es acht Kindertagesstätten mit Kindergarten- und Krippenplätzen. Einen Kindergarten ohne Krippenplätze gibt es zusätzlich in Jeinsen. Leider sei in keiner Kita genug Platz, um alle 14 Kinder als eine Gruppe aufnehmen zu können, sagt Steding. So müssen die Kinder an unterschiedlichen Standorten untergebracht werden.

Die Aussichten sind noch schlechter: Nach bisheriger Prognose wird es ab 2020 im gesamten Stadtgebiet bei den Kita-Plätzen eng. Die Arbeitsgruppe prüfe verschiedene Alternativen, sagt Steding. Der Anbau an bestehende Kindertagesstätten sei allerdings aufgrund der Platzverhältnisse in den meisten Fällen schwierig. Eine weitere Möglichkeit sei der Bau einer neuen Kindertagesstätte mit mehreren Gruppen. „Die Idee ist, dass sich die Landschaft der Kindertagesstätten und der Grundschulen so gut wie möglich ergänzt“, sagt Steding, ohne nähere Details zu nennen. Allerdings weist sie darauf hin, dass die Nachfrage nach Kita-Plätzen in Jeinsen und Schulenburg zurzeit am höchsten sei.

Temporäre Lösung für Schulenburg geplant

Für Schulenburg stellt die Stadt zunächst eine temporäre Lösung in Aussicht. Auf die Frage, ob dort dann Module wie in Hüpede aufgestellt werden sollen, äußert sich die Verwaltung vage. „Module wären eine Möglichkeit. Doch auch da gibt es verschiedene Varianten“, sagt Steding. Das nächste Treffen der nicht öffentlich tagenden Arbeitsgruppe soll im Mai sein. „Die Kindertagesstätten werden Mittelpunkt der Diskussion sein.“

Von Tobias Lehmann