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Region Pattensen Nachrichten So viel Geld bekommen Pattensens Schulen für Digitalisierung
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17:10 18.08.2019
Ramona Schumann (links) und Silke Lesemann vor einer Schautafel mit den Global Goals im Büro der Bürgermeisterin. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Mit guten Nachrichten im Gepäck hat jetzt die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann Bürgermeisterin Ramona Schumann im Rathaus von Pattensen besucht. Die Schulen in Pattensen, allen voran die Ernst-Reuter-Schule (KGS), werden vom Digitalpakt profitieren, versicherte Lesemann.

Aus dem mehr als 500 Millionen Euro schweren Digitalpakt Schule von Bund und Land werde die Stadt Pattensen insgesamt rund 668.000 Euro erhalten, sagte Lesemann. Aufgeschlüsselt bedeute dies: Jede Schule in Niedersachsen ab 60 Schülern bekommt einen Sockelbetrag in Höhe von 30.000 Euro, Schulen mit weniger Schülern erhalten einen anteiligen Betrag. Hinzu kommt ein Kopfbetrag pro Schüler.

Diese Summen bekommen die Schulen aus dem Digitalpakt

Die einzelnen Schulen in Pattensen profitieren laut Lesemann wie folgt: Die Grundschule Hüpede mit 76 Schülern erhält 30.000 Euro Sockelbetrag plus 16.927 Euro Kopfbetrag, also insgesamt 46.927 Euro. Die Grundschule Leinetalschule in Jeinsen mit 37 Schülern kann sich über einen Sockelbetrag von 18.500 Euro und einen Kopfbetrag von 8.241 Euro freuen, insgesamt 26.741 Euro. Die Grundschulen Pattensen (372 Schüler) und Schulenburg (67 Schüler) erhalten jeweils den vollen Sockelbetrag, hinzu kommen 82.855 Euro für die Grundschule Pattensen (insgesamt: 112.855 Euro) und 14.923 für die Grundschule Schulenburg (insgesamt: 44.923 Euro). Für die KGS mit ihren 913 Schülern bedeutet das: 30.000 Euro Sockelbetrag, plus 406.700 Euro Kopfbetrag, was insgesamt 436.700 Euro ausmacht.

In den meisten Schulen werde der Sockelbetrag laut Kultusministerium für eine Grundausstattung mit WLAN und Anzeigegeräten zu nutzen sein, in hoch entwickelten Schulen könnten diese Einrichtungen erweitert oder erneuert werden und auch digitale Endgeräte für die Schule angeschafft werden, berichtete Lesemann. Schumann kündigte an, dass der Medienentwicklungsplan gemeinsam mit allen Schulen im Stadtgebiet entwickelt werde.

Lesemann lobt Schumann und KGS

Lesemann, die Fraktionssprecherin für Wissenschaft und Kultur ist, sprach ein besonderes Lob für Bürgermeisterin Schumann und Mirjam Gerull aus, die bisherige Konrektorin und neue Direktorin der KGS. „Die KGS hat sich mit Schule im Aufbruch als innovative Schule auf dem Weg gemacht“, sagte Lesemann.

Dabei erwähnte sie außer den bisherigen Bemühungen zur Digitalisierung und moderner Pädagogik vor allem die Arbeit an den Global Goals, den Nachhaltigkeitszielen der UN. Daran wird parallel in der KGS und der Stadtverwaltung gearbeitet. „Es ist faszinierend, wie das Engagement in die Stadtgesellschaft, in die Bürgerschaft hineinreicht“, sagte Lesemann.

Stadt im Netzwerk für Global Goals

Schumann ergänzte, dass Pattensen jetzt als eine der ersten Kommunen Mitglied in einem neuen Netzwerk Engagement Kommune zur Umsetzung der Global Goals geworden ist. „Wenn wir als Kommune die Ziele nicht aufnehmen, verpufft es“, sagte sie. „Es ist ein Chefinnenthema“, bekräftigte sie.

Pattensen ist Vorreiter, Pattensen wirkt modern“, sagte Lesemann, „das hat auch mit der Bürgermeisterin zu tun.“ Es mache Spaß, mit jungen Leuten zu arbeiten, sagte Schumann. „Die Jugendlichen hier in der Stadt sind daran interessiert, vorauszudenken, nicht nur in festen Strukturen.“ Sie freue sich schon auf den internen Workshop mit den Mitgliedern des Jugendparlaments, der für das Wochenende geplant ist.

Schülerbeförderung soll noch einmal Thema werden

Unzufrieden sind beide mit dem Thema Schülerbeförderung. Von diesem Schuljahr an müssen Eltern mehr zahlen, deren Kinder mit dem Bus zur Schule fahren – jedenfalls, wenn die gewählte Schule in einem anderen Landkreis liegt. Das betrifft zum Beispiel Familien in Schulenburg und Jeinsen, die für ihr Kind das Gymnasium in Sarstedt (Landkreis Hildesheim) ausgewählt haben. Um Fahrgeld zu sparen, müssten sie das Kind auf das Gymnasium in Laatzen oder Springe schicken.

„Dann ist der Schulweg statt 65 Minuten ganze 95 Minuten lang, das ist unzumutbar“, sagte Schumann. Das könne sie „weder als Mutter noch als Politikerin“ gutheißen. „Wir sprechen von Fünftklässlern, von Zehnjährigen.“ Sie werde weiter an dem Thema dranbleiben und Gespräche führen, kündigte die Bürgermeisterin an. Lesemann sagte ihre Unterstützung zu. Die Koalition im Landtag wolle den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für Schüler und Azubis möglichst kostengünstig gestalten. Dies solle zeitnah umgesetzt werden. „Einer guten Bildung sollen keine Mehrkosten entgegenstehen.“

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Von Kim Gallop

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