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Region Pattensen Nachrichten Region lässt illegale Häuser abreißen
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17:09 12.02.2019
Die Region will an der Straße Am Pfingstanger in Pattensen-Mitte illegal errichtete Hütten und Häuschen abreißen lassen. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Die Region Hannover will mehrere in den vergangenen Jahrzehnten in Pattensen illegal errichtete Gebäude beseitigen lassen. Das geht aus einer Vorlage der Pattenser Stadtverwaltung hervor, die sich auf elf Grundstücke zwischen der Koldinger Straße und Am Fuchsbach sowie auf fünf Grundstücke Am Pfingstanger bezieht. Dort gebe es eine „Vielzahl von Gebäuden, die allesamt ohne Baugenehmigung errichtet wurden“, heißt es in der Vorlage. Die Region Hannover geht davon aus, dass einige der Grundstücke sogar dauerhaft bewohnt werden. Die Stadtverwaltung muss sich mit dem Thema befassen, da betroffene Grundstücksbesitzer die Aufstellung von Bebauungsplänen beantragt haben.

Aufgrund der Beschwerde eines Anwohners hatte die Region Hannover bereits 2014 ein Grundstück Am Fuchsbach baurechtlich prüfen lassen. Das Grundstück sei vermüllt gewesen. Dennoch wurde die Anfrage zunächst zurück gestellt. Aufgrund einer erneuten Beschwerde hat die Region dann 2017 als zuständige Bauaufsicht für die Stadt Pattensen ein Konzept für die Areale erarbeitet. Ziel ist es, alle baulichen Anlagen auf Grundstücken in den Bereichen zu beseitigen. Die Region hat die betroffenen Eigentümer der Grundstücke über die sogenannte Beseitigungsverfügung informiert.

Für die Areale gibt es keine Bebauungspläne. Der Flächennutzungsplan weist die Bereiche an der Koldinger Straße und Am Fuchsbach als Grünfläche mit einem zusätzlichen Symbol für Kleingärten aus. Für die Gebäude, die laut der Verwaltung überwiegend größer als 20 Quadratmeter sind, wäre eine Baugenehmigung erforderlich. Zwei der dort insgesamt elf betroffenen Grundstücksbesitzer haben sich an die Stadt gewandt und um Aufstellung eines Bebauungsplans für ein Kleingartengelände gebeten. Die Stadtverwaltung weist jedoch darauf hin, dass das Areal angesichts der Lage und Zahl der Grundstücke die Merkmale für eine dauerhafte Ausweisung eines Kleingartengebiets nicht aufweise.

Auch für die fünf Grundstücke an der Straße Am Pfingstanger hat einer der Betroffenen die Aufstellung eines Bebauungsplans beantragt. Der Flächennutzungsplan trifft dort keine Festsetzungen. So wäre die Ausweisung eines Wohngebiets denkbar. Das entspreche jedoch nicht den „Zielen einer geordneten städtebaulichen Entwicklung“, teilt die Verwaltung mit. Zudem seien im städtischen Haushalt auch gar keine Mittel für dieses Vorhaben eingeplant. Somit müssten die Kosten für einen Bebauungsplan von den Grundstückeigentümern selbst getragen werden. Weiterhin wird in der Vorlage ausgeführt, dass allein das Aufstellen von Bebauungsplänen lediglich ein erster Schritt wäre. Die Gebäude müssten dennoch nachträglich legalisiert werden. Ob das unter Berücksichtigung der heutigen Bauvorschriften möglich ist, sei mehr als fraglich, heißt es.

Die Verwaltung schlägt der Politik deshalb vor, die Anträge für Bebauungspläne zurückzuweisen. Die nicht öffentlich tagende AG Stadtentwicklung mit Vertretern aus allen Ratsfraktionen habe bereits darüber gesprochen und ebenfalls eine Ablehnung der Anträge empfohlen.

Pattensens Erster Stadtrat Axel Müller trägt die Entscheidung der Region mit, sieht aber auch die daraus entstehenden Probleme. „Das Gesetz zwingt manchmal zu Entscheidungen, die einfach umgesetzt werden müssen“, sagt er. Die Stadt habe von den illegalen Bauten zwar gewusst, doch nichts unternommen. „Solange keine Gefahr für Leib und Leben besteht, sehen wir es nicht als unsere Aufgabe an, uns um so etwas zu kümmern“, sagt Müller. Auf die elf Grundstücke an der Koldinger Straße und Am Fuchsbach sei die Region 2014 durch die Beschwerde des Anwohners aufmerksam geworden. Weshalb auch die fünf Grundstücke Am Pfingstanger in das Blickfeld der Region gerückt sind, weiß Müller nicht. „Die Stadtverwaltung hat jedenfalls nicht darauf hingewiesen“, sagt er.

Das Thema wird erstmals öffentlich in der Sitzung des Ortsrats Pattensen-Mitte am Mittwoch, 20. Februar, ab 19 Uhr im Rathaus diskutiert.

Von Tobias Lehmann

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