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Region Pattensen Nachrichten Rat stimmt für Bike-and-Ride-Anlage
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00:16 01.04.2019
Die 86 Meter lange Anlage soll an der Göttinger Straße in Höhe der Haltestelle Schöneberger Straße gebaut werden. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen-Mitte

Jetzt steht es fest: Die Region Hannover wird an der Haltestelle Schöneberger Straße in Pattensen-Mitte eine 86 Meter lange Bike-and-Ride-Anlage bauen. Der Pattenser Rat hat sich für die Übernahme der Folgekosten mit knapper Mehrheit und in geheimer Abstimmung am Donnerstagabend ausgesprochen. 16 Ratsmitglieder stimmten dafür, 13 dagegen, ein Volksvertreter enthielt sich. Die geheime Abstimmung hatte die CDU beantragt.

Eine generelle Zustimmung für das Projekt hatte der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss bereits Anfang März signalisiert. Doch das Projekt hätte noch kippen können, wenn sich die Stadt nicht für die Übernahme der Folgekosten bereit erklärt hätte. Geplant ist, dass die Region Hannover an der Göttinger Straße eine 86 Meter lange und knapp drei Meter große Anlage mit Abstellplätzen für mehr als 100 Fahrräder bauen wird. Diese wird mit Geld vom Bund bezuschusst. Die Kosten betragen insgesamt knapp 500.000 Euro.

„So eine Anlage kann die Stadt sich selbst niemals leisten. Meine Fraktion wird zustimmen“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Ohlendorf. Matthias Friedrichs (SPD) ergänzte, dass die Anlage auch den Radfahrern aus den Ortsteilen zugute kommen wird. Der Bündnisgrüne Uwe Hammerschmidt sagte, dass die Anlage ein sichtbares Zeichen für den Umweltschutz sei. Auch seine Fraktion werde dafür stimmen. Hans-Friedrich Wulkopf (Freie Wähler) erklärte, dass er und sein Fraktionskollege ebenfalls für die Anlage stimmen werden.

CDU stimmt geschlossen gegen Bike-and-Ride-Anlage

Geschlossen dagegen werde sich die CDU aussprechen, sagte Ratsmitglied Georg Thomas für seine Fraktion. Die Anlage sei in dieser Größe unnötig. Zudem sei die Höhe der Folgekosten bisher nicht bekannt. „Fragwürdig ist außerdem der gesamte Ablauf. Man bekommt den Eindruck, dass die Region hier unbedingt etwas durchdrücken will, Kompromisse nicht erwünscht“, sagte Thomas. Ein Anlieger, der als Zuhörer an der Sitzung teilnahm, kritisierte, dass er bisher weder von der Stadt noch von der Region über die Pläne informiert worden sei. „Ich habe sämtliche Informationen bisher nur aus der Zeitung erfahren“, sagte er. Auch Bürgermeisterin Ramona Schumann (SPD) sagte, dass die Kommunikation mit der Region in dieser Angelegenheit schwierig gewesen sei. „Auch die Stadt hat einige Details dazu erst aus der Zeitung erfahren“, sagte sie.

Dirk Meyer, Fraktionsvorsitzender der UWG/UWJ-Gruppe, störte sich unter anderem daran, dass die Region eine Übernahme der Folgekosten von der Stadt fordere, diese aber zuvor nicht ermittelt habe. „Der Antrag der Region ist an Dilettantismus nicht zu überbieten“, sagte er. Die Meinungen in seiner Fraktion zu der Anlage gingen jedoch auseinander. „Es gibt keinen Fraktionszwang. Wir werden unterschiedlich abstimmen“, sagte Meyer.

Lesen Sie auch: Das sagt der Ortsrat zu der Anlage und so betrachtet es der Finanzausschuss

Von Tobias Lehmann

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