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Region Pattensen Nachrichten Live-Hörspiel begeistert die Gäste auf der Marienburg
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18:11 25.08.2019
Live-Hörspiel in stimmungsvoller Kulisse auf der Marienburg: Die Mitglieder der Lauscherlounge führen "Jekyll, Hyde & ich" auf. Quelle: Tobias Lehmann
Schulenburg

„Die Angst ist das, was bleibt.“ Mit diesen langsam und schwer gesprochenen Worten beendete Sprecherin Sabine Arnhold das Live-Hörspiel auf der Marienburg am Freitagabend. Die Mitglieder des Studios Lauscherlounge waren zu Gast und führten vor ausverkauftem Haus das Stück „Jekyll, Hyde & ich“ von Christian Gailus auf. Das düstere Hörspiel, das die „Jekyll & Hyde“-Geschichte von Robert Louis Stevenson etwas erweiterte, dürfte in der stimmungsvollen Atmosphäre im Hof der Burg für so manche Gänsehaut gesorgt haben.

Bekannte Synchronsprecher auf der Bühne

Die Hauptrolle hatte Detlef Bierstedt als Kommissar Garrison. Bierstedt leiht seine Stimme unter anderem dem Schauspieler George Clooney. Die zwielichtige Rolle des Dr. Jekyll übernahm Oliver Rohrbeck, der auch die Lauscherlounge leitet. Er ist vor allem bekannt als die Stimme von Justus Jonas aus der Reihe „Die drei ???“ und als Synchronsprecher von Hollywood-Star Ben Stiller. Die weiteren vier Sprecher übernehmen teilweise mehrere Rollen. So tritt Arnhold als resolute Chefin des Kommissars ebenso auf, wie als dessen etwas labile Frau, die ein Kindheitstrauma verarbeiten muss und dann auch die letzten Worte des Stücks spricht.

Garrison bekommt es in dem Stück mit einem besonders grausamen Mörder zu tun. Die Opfer wurden in Teer ertränkt, von Hunden tot gebissen oder an den Händen verstümmelt. Garrison steht vor einem Rätsel und bittet den seltsamen Dr. Jekyll um Hilfe, der besondere Fähigkeiten zu haben scheint. Jekyll kommt schnell drauf: Es handelt sich um Bestrafungen aus dem Kinderbuch Struwwelpeter, das der Arzt Heinrich Hoffmann Mitte des 19. Jahrhunderts geschrieben hat. Garrison weiß, dass ihm die Zeit weg läuft, denn noch hat der Täter nicht alle Strafen ausgesprochen. Da erhält seine Frau einen Brief von einem Stachelmann.

Geräuschemacher simuliert Arbeit eines Pathologen

Die Sprecher führen die Besucher konsequent in die Dunkelheit verschiedener Identitäten. Auf humorvolle Einlagen verzichten sie größtenteils. Doch eine Ausnahme gibt es: In einer Szene seziert der Pathologe, gesprochen von Elmar Börger, im Beisein von Inspektor Garrison eines der Opfer. Da schlägt dann auch die große Stunde des Geräuschemachers Jörg Klinkenberg. Während er mit Geräuschen simuliert, wie der Pathologe das Brustbein aufsägt, den Rippenspreizer nutzt und das Herz herausholt, spricht Börger von leckeren Gerichten, die er in letzter Zeit gegessen hat. Garrison macht eher durch Geräusche deutlich, dass er mit der Situation gerade überfordert ist.

Sorgen für Gänsehaut auf der Marienburg: Geräuschemacher Jörg Klinkenberg (von links), Oliver Rohrbeck und Elmar Börger. Quelle: Tobias Lehmann

Begann das Open-Air-Hörspiel noch bei Tageslicht, wurde es nach und nach passend zur Handlung immer dunkler. Dann wurde auch die Beleuchtung geschickt eingesetzt und der Hof in gedämpfte Farbtöne getaucht. Komponist Dirk Wilhelm sorgte mit seiner Musik zusätzlich für ein angenehmes Gruselgefühl. Am Ende gab es den verdienten langen und lauten Applaus für alle Beteiligten.

Am Sonnabend hatte die Lauscherlounge noch einen zweiten Auftritt: Dann erzählte das Ensemble die Geschichte von „Orson Welles und der Krieg der Welten“.

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Von Tobias Lehmann

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