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Nachrichten Grundschule: Asbest in der Turnhalle – Zeitplan bleibt
Region Pattensen Nachrichten Grundschule: Asbest in der Turnhalle – Zeitplan bleibt
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20:00 15.08.2019
Die Turnhalle der Grundschule wird komplett von der Außenwelt abgeschottet. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen-Mitte

Der Abriss der Turnhalle an der Grundschule Pattensen musste vorübergehend gestoppt werden. Ein Gutachten weist eine unerwartete Menge an Asbestfasern in den Wänden und der Decke aus. Der Zeitplan des Projekts werde sich deshalb aber nicht verzögern, teilten Bürgermeisterin Ramona Schumann und Schulleiterin Stephanie Pieper in einer Pressekonferenz am Donnerstag im Rathaus mit. Geplant ist, dass im ersten Jahr der zweijährigen Sanierung die aus den Siebzigerjahren stammende Turnhalle abgerissen und der neue Klassentrakt gebaut wird. Nach den Sommerferien 2020 sollen die Kinder in den neuen Trakt ziehen. „Das wird nach aktuellem Stand auch so passieren“, sagte Pieper, die in enger Abstimmung mit der Verwaltung und der mit dem Projekt beauftragten Firma Goldbeck steht.

Umzug in neuen Trakt ist logistische Herausforderung

Schumann ergänzte, dass allen Beteiligten bewusst ist, dass der Zeitplan eingehalten werden muss. „Der Umzug in den neuen Trakt ist für die Schule eine logistische Herausforderung“, sagte sie. „Für die vorbereitenden Arbeiten wird die Zeit innerhalb der Sommerferien 2020 benötigt.“ Die Firma Goldbeck wolle jetzt verschiedene Arbeiten parallel laufen lassen, damit es zu keiner Verzögerung des Gesamtprojekts kommt. Lediglich der Abriss der Turnhalle soll rund vier Wochen länger dauern als vorgesehen. Nach dem ursprünglichen Zeitplan sollte dieser bereits innerhalb der diesjährigen Sommerferien komplett abgeschlossen werden, damit die Kinder im Unterricht nicht von dem Lärm gestört werden. „Das ist jetzt nicht möglich. Dafür wird die Arbeit voraussichtlich aber leiser als erwartet über die Bühne gehen“, sagte Schumann.

Turnhalle wird komplett abgeschottet

Die zurzeit in den Wänden und der Decke noch gebundenen Asbestfasern müssen in detaillierter Kleinarbeit entsorgt werden. Die Turnhalle wird deshalb in den nächsten Wochen so aussehen, als sei sie Teil eines Quarantänegebiets. Sie wird komplett abgeschottet, der Zugang wird nur über eine Luftschleuse möglich sein. Die mit der Entsorgung beauftragten Spezialisten werden die Halle mit einem Schutzanzug betreten. „Solange die Asbestfasern gebunden sind, besteht für niemanden eine Gefahr. In den nächsten Wochen werden sie dann unter kontrollierten Bedingungen freigesetzt“, erläuterte Schumann. Die Bürgermeisterin erwähnte, dass das Vorgehen sowohl mit Baufachleuten wie auch der Landesschulbehörde abgestimmt sei. „Für die Kinder besteht während der gesamten Zeit keine Gefahr“, versicherten Schumann und Pieper.

Die Kosten für das Zwölf-Millionen-Euro-Projekt erhöhen sich kaum. „Dass Schadstoffe in dem alten Gebäude gefunden werden, hatten wir erwartet. Das ist auch beim Abriss des alten Klassentrakts erneut möglich“, sagte Schumann. Die Stadt hatte deshalb vorsorglich bereits 100.000 Euro für den diesjährigen Haushalt angemeldet. Insgesamt werden 175.000 Euro für die Entsorgung der Schadstoffe benötigt. Die fehlenden 75.000 Euro muss der Rat der Stadt noch als außerplanmäßige Ausgabe genehmigen.

Schumann: Kostenschwankungen gibt es immer

Ob das Projekt am Ende dann allerdings tatsächlich teurer wird, steht jetzt noch nicht fest. Für Schumann ist es nicht das erste Großprojekt dieser Art. In ihrer Amtszeit wurden auch der Neubau der KGS für mehr als 20 Millionen Euro und der Neubau des Rathauses für rund 7 Millionen Euro abgeschlossen. „Bei Projekten dieser Größe gibt es immer unerwartete Entwicklungen, die allerdings in beide Richtungen gehen“, sagte die Bürgermeisterin. So werden einige Kostenpunkte etwas teurer als erwartet, andere aber auch günstiger. Insgesamt war der KGS-Neubau am Ende lediglich 3000 Euro teurer als die Jahre zuvor für das Projekt geplanten 22,6 Millionen Euro.

Die Grundschule Pattensen hat die Eltern bereits in einem Elternbrief über die Sachlage informiert. Auch die Verwaltung berichtet auf der Seite der Stadt www.pattensen.de über den Stand. Das gesamte Sanierungsprojekt soll den Eltern am Dienstag, 20. August, um 18.30 Uhr in der Aula-Grundschule an der Marienstraße noch einmal vorgestellt werden. „Der Termin stand schon, als wir von dem Asbest noch nichts wussten, doch jetzt können die Eltern natürlich auch dazu Fragen stellen“, sagte Pieper. Bei dem Elternabend werden auch Vertreter der Stadtverwaltung vor Ort sein und Fragen beantworten.

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Von Tobias Lehmann

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