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Nachrichten Biber in Koldingen sollen besser überwacht werden
Region Pattensen Nachrichten Biber in Koldingen sollen besser überwacht werden
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13:45 16.05.2019
Bürgermeister Claus Schacht (von links), Bürgermeisterin Ramona Schumann, die SPD-Landtagsabgeordneten Silke Lesemann und Kerstin Liebelt, Sonja Papenfuß von der Region Hannover sowie Melanie Salchow, Eckardt Baumgarte und Günter Wolters vom Gewässer- und Landschaftspflegeverband 52 suchen vor Ort eine Lösung für das ,,Biber-Problem". Quelle: Privat
Koldingen

Vor einigen Jahren freuten sich Naturfreunde darüber, dass sich wieder Biber zwischen Pattensen und Hemmingen angesiedelt hatten. Schließlich galten die Tiere in Niedersachsen fast als ausgestorben. Doch nun sind die Nager zu einem echten Problem geworden. Sie stellen laut der SPD-Landtagsabgeordneten Kerstin Liebelt (Hemmingen) eine Herausforderung für den Naturschutz, die Landwirtschaft und die Kanalisation der betroffenen Kommunen da.

Daher hatte sie bereits Anfang Mai Vertreter der Kommunen, der Region und vom Gewässer- und Landschaftspflegeverband zu einem Krisentreffen ins Biberrevier bei Koldingen eingeladen. Dazu waren unter anderem auch Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht, Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann und die SPD-Landtagsabgeordnete Silke Lesemann (Sehnde) gekommen.

„Wir müssen eine Lösung finden, um den Biber in seinem favorisierten Lebensraum im Süden von Hannover zu schützen“, sagte Liebelt. Der Schutz müsse beidseitig für Tier und Mensch gewährleistet sein. Denn bei unter- beziehungsweise ausgehöhlten Dämmen wie am Von-Kampe-See steige die Wahrscheinlichkeit auf Hochwasser und es könne zu Problemen in der Kanalisation kommen.

Eckardt Baumgarte, Verbandsvorsitzender des Gewässer- und Landschaftspflegeverbands 52, schlug die Einführung eines „Bibermonitorings“ vor. „Dieses gibt uns die Erhebungen und Zahlen an die Hand, mit denen wir in der Lage sind, gezielt mit Entlastungsmaßnahmen auf die derzeitige Situation einzuwirken und dem Biber, den Landwirten und Gemeinden zu einem besseren Miteinander zu verhelfen“, erläuterte Sonja Papenfuß, Leiterin des Fachbereichs Umwelt der Region Hannover.

Die SPD-Landtagsabgeordneten Liebelt und Lesemann kündigten an, den Niedersächsischen Umweltminister zu einem Besichtigungstermin vor Ort einzuladen. „Denn am Ende des Tages geht es auch darum, Geld für etwaige Maßnahmen nach Hemmingen und Pattensen zu bringen“, sagte Liebelt.

Von Stephanie Zerm

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