Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Zu schwer zum Entsorgen? Ärger um einen Müllsack in Hüpede
Region Pattensen Nachrichten Zu schwer zum Entsorgen? Ärger um einen Müllsack in Hüpede
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:49 11.09.2019
Der prall gefüllte Sack steht seit mehr als fünf Wochen in Pattensen-Hüpede auf dem Gehweg der Straße Im Kreuzfeld. Quelle: Kim Gallop
Hüpede

Das umstrittene Objekt ist unübersehbar: Zwischen zwei Reihenhäusern an der Straße Im Kreuzfeld in Pattensen-Hüpede steht auf dem Fußweg ein prall gefüllter grauer Restmüllsack. Er steht dort seit mehr als fünf Wochen. Nachbarn haben sich an den Abfallentsorger aha gewandt und an die Stadt Pattensen. Doch dort werden die Zuständigkeiten beim jeweils Anderen gesehen. Und der Sack bleibt stehen.

Der Sack steht dort nach Auskunft der Nachbarn mindestens seit dem 2. August. Bei der regulären Abholung des Restmülls durch aha blieb der Sack liegen.

,,Ich durfte nicht mit!" - Der Restmüllsack ist zu schwer für den Transport. Quelle: Kim Gallop

Sack ist zu schwer für normale Entsorgung

Die einzige Veränderung: Er wurde von den Müllwerkern mit einem signalroten Aufkleber gekennzeichnet. Dort steht in großen Buchstaben „Ich durfte nicht mit!“ Zusätzlich ist angekreuzt, dass der Sack zu schwer ist. Ein Nachbar bestätigt, dass sich die Müllwerker wirklich Mühe gegeben haben. Als der eine Mann den Sack nicht allein anheben konnte, bat er einen Kollegen um Hilfe. Doch auch zu zweit konnten die Müllwerker den Sack nicht in den Müllwagen wuchten.

Aus Gründen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ist das Gewicht eines einzelnen Müllsacks bei aha auf zehn bis maximal 15 Kilo beschränkt. Dieser Sack in Hüpede ist aber deutlich schwerer, wie ein Selbstversuch am Mittwoch gezeigt hat: Die Autorin dieses Berichts konnte ihn nicht anheben.

Behörden schieben Zuständigkeit hin und her

Wer in Hüpede so viel schweren Müll in einen einzigen Sack gepresst hat, ist nicht bekannt. Ein Nachbar, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, hat sich über den Müll auf dem Gehweg geärgert und schließlich die Initiative ergriffen. Er hat am 12. August per E-Mail an aha geschrieben und darum gebeten, den Sack doch noch abzuholen. Zusätzlich schrieb er: „Perfekt wäre es, wenn Ihre Müllfahnder den Verursacher ausfindig machen könnten und verwarnen würden.“

Von der Servicestelle von aha hat er binnen weniger Stunden per E-Mail eine Antwort bekommen. Darin teilt eine Mitarbeitern mit, dass es sich bei dem Sack „leider um Wilden Müll“ handelt. Weiter schreibt sie: „In Pattensen ist aha nur für Wilden Müll außerhalb geschlossener Ortschaften zuständig. Bitte wenden Sie sich an die Gemeinde Pattensen.“

Stadt hat bislang nicht geantwortet

Der Nachbar hat am 20. August ans Rathaus und namentlich auch an Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann geschrieben. Es kam eine automatisch generierte Mail zurück, die den Eingang des Briefs bestätigte. Als sich nichts tat, hat der Nachbar am 20. August noch einmal per E-Mail bei der Stadtverwaltung nachgefragt. „An wen können wir uns wenden, um dieses Problem zu lösen?“ scheibt er.

Der Nachbar hat sich schließlich an diese Zeitung gewandt. Eine schriftliche Anfrage bei der Stadt Pattensen von Mittwochmittag ist noch unbeantwortet.

Lesen Sie auch diese Berichte:

Alte Reifen am Hüpeder Bach abgeladen

Bauschutt im Oerier Wald abgekippt

Müll im Oerier Wald von aha prompt entfernt

Von Kim Gallop

Der Bürgerverein Jeinsen organisiert für Freitag, 20. September, 20 Uhr, einen Comedyabend mit den HAZ-Kolumnisten Uwe Janssen und Imre Grimm. Für die Veranstaltung in der Kirche St. Georg gibt es noch Karten.

11.09.2019

Das Wetter spielte mit, mehr Anwohner aus Pattensen-Schulenburg denn je machten mit: So musste der Schulenburger Garagenflohmarkt ein Erfolg werden. Die Organisatoren zählten etwa 2000 Besucher.

10.09.2019

Die Straßen von Pattensen-Jeinsen verwandeln sich am Sonntag, 22. September, 10 bis 17 Uhr, in einen großen Flohmarkt. 101 Haushalte habe sich angemeldet.

10.09.2019