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Region Pattensen Nachrichten Betrunken und ohne Licht geradelt
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16:34 23.12.2018
Die Polizei kontrollierte den Radfahrer, der jetzt vor dem Amtsgericht stand, kurz vor seiner Haustür.
Die Polizei kontrollierte den Radfahrer, der jetzt vor dem Amtsgericht stand, kurz vor seiner Haustür. Quelle: Andreas Zimmer
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Pattensen/Springe

Ein 45-jähriger Pattenser hatte sein Ziel schon fast erreicht, als er von einer Polizeistreife gestoppt wurde: In einer Sommernacht im Juni war der Mann auf seinem Fahrrad auf dem Bürgersteig an der Göttinger Straße unterwegs, als ihn die Beamten stoppten. Aufgefallen war ihnen der Radler aber nicht wegen seiner Fahrweise – sein Licht funktionierte nicht. Das kam ihn nun teuer zu stehen. Das Verfahren gegen ihn am Springer Amtsgericht wurde zwar eingestellt, allerdings muss der 45-Jährige eine Geldauflage von 800 Euro an die Straßenverkehrswacht zahlen.

Noch rund 400 Meter war der Mann von seinem Zuhause entfernt, als eine Funkstreife auf ihn aufmerksam wurde. Die Beamten vom Springer Polizeikommissariat waren eigentlich wegen einer Ruhestörung nach Pattensen gerufen wurden. Bereits auf dem Rückweg, fiel ihnen der unbeleuchtet fahrende Pattenser an der Göttinger Straße/Ecke Koldinger Straße auf. „Hätte er Licht am Rad gehabt, dann hätten wir ihn wohl nur beobachtet“, sagte ein Polizist in seiner Zeugenaussage vor Gericht. So aber stoppten sie den Radler. Beim Absteigen habe der Mann geschwankt, so der Beamte. Und dann sei der Alkoholgerucht deutlich wahrzunehm gewesen. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,8 Promille. Der Blutalkoholtest eine halbe Stunde später auf dem Springer Revier zeigte 1,5 Promille.

Ursprünglich hatte der Pattenser wegen seiner Trunkenheit im Verkehr einen Strafbefehl über 800 Euro erhalten. Dagegen hatte er Einspruch eingelegt, weshalb es zum Gerichtsverfahren kam. Billiger ist es für den Mann dadurch allerdings nicht geworden.

Von Annegret Brinkmann-Thies