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Nachrichten Sportentwicklung: Stadt erntet Kritik
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Sportentwicklung: Stadt erntet Kritik
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00:26 28.02.2018
Die Sporthalle am Gymnasium ist marode und soll ersetzt werden.
Die Sporthalle am Gymnasium ist marode und soll ersetzt werden. Quelle: McCann
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Neustadt

 Eine Bestandsaufnahme der Sportstätten, dazu wolkige Aussagen über eine Enrtwicklung weg von Vereinen hin zu anderen Anbietern und der Hinweis, für einen echten Sportentwicklungsplan habe die Stadtverwaltung keine Kapazitäten – mit dieser Drucksache zum Thema „Bewegung und Sport in Neustadt“ will sich die UWG nicht abspeisen lassen. Die Wählergemeinschaft fordert eine qualifizierte Sportentwicklungsplanung.

Ein solcher Plan würde von Verwaltung, Sportvereinen, Sportring, Schulen und Politik gemeinsam erarbeitet, nach Vorstellung der UWG auch mit der Leibniz Universität Hannover. Viele Städte hätten mit einem solchen Plan gute Erfahrungen gemacht, arbeiteten schon an dessen Fortschreibung, heißt es in der Begründung.

Günter Hahn, UWG-Ratsherr und Vorsitzender des TV Mandelsloh, hat grundlegende Kritik an der städtischen Vorlage: Die darin formulierten Annahmen entsprächen nicht den Fakten, sagt er. So sei ein Rückgang sportlicher Aktivitäten in den Vereinen vor allem auf Probleme mit den maroden Hallen zurückzuführen, nicht auf einen allgemein gesellschaftlichen Trend, sagt Hahn. 

Auch die Behauptung, der Fußballplatz als Zentrum dörflichen Lebens sei ein Auslaufmodell, sei nicht richtig. „Welche Fachleute das beurteilen, frage ich mich. Sie sind gerne mal auf die Dörfer eingeladen.“  Auch stimme es nicht, dass die Vereine ein größeres Sportangebot kaum mehr gewährleisten könnten. „Mehr Hallenzeiten und Hallen, dann sind die Vereine sehr kreativ“, schließt Hahn.

Von Kathrin Götze