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Nachrichten Schloss Landestrost: Baubeginn des Westflügels verzögert sich
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Schloss Landestrost: Baubeginn des Westflügels verzögert sich
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16:17 31.07.2019
Spatenstich für den Westflügel: Oliver Isenbart (Bauunternehmer für den Rohbau, von links), die Architekten Ralf Krüger und Georgina Radas, Heinrich Jagau und Hauke Jagau (Vorstandsmitglieder der Stiftung Kulturregion Hannover), Anja Römisch (Geschäftsführerin der Stiftung) und Bürgermeister Uwe Sternbeck. Quelle: Susann Brosch
Neustadt

Schon vor dem ersten Spatenstich verzögert sich der Neubau des Westflügels am Schloss Landestrost. Unerwart sind Stahlbetonstreifen aufgetaucht, die wie ein gigantisches Gitter auf dem Baugelände liegen. „Das sogenannte Balkenrost reicht zum Teil bis in dreieinhalb Meter Tiefe. Beim Errichten des Westflügels in den Fünfzigerjahren wurde versucht, tragenden Untergrund zu erreichen“, erläutert Thomas Engelhardt als verantwortlicher Statiker. „Diese Menge an Beton herauszuholen, ist eine riesige Aufgabe, die viel Zeit und Geld kosten würde“, sagt Architekt Ralf Krüger. Das Architekturbüro Radas und Krüger aus Hannover hat bereits die denkmalgerechte Sanierung des Nordflügels in den Jahren 2012 bis 2014 begleitet.

Unerwartete Hinterlassenschaft aus den Fünfzigerjahren: Stahlbetonstreifen, ein sogenanntes Balkenrost, tauchten nach den Abrissarbeiten auf. Für Oliver Isenbart (Bauunternehmer für den Rohbau) und Architekt Ralf Krüger (von links) verzögern sich dadurch die Arbeiten am Neubau des Westflügels. Quelle: Susann Brosch

Stattdessen soll das Balkenrost in den Neubau integriert werden. „Wir werden die Statik anpassen müssen. Dann wird diese von einem anderen Prüfstatiker analysiert“, sagt Engelhardt. Wie lange das dauert, vermag er nicht zu prognostizieren. Dennoch sind beim ersten Spatenstich am Mittwochmorgen alle ganz zuversichtlich, den Bauplan ansonsten einhalten zu können.

„In einem historischen Ensemble zu bauen, stellt immer eine besondere Herausforderung dar“, vermeldet Anja Römisch, Geschäftsführerin der Stiftung Kulturregion Hannover. Die Stiftung ist als Eigentümerin von Schloss Landestrost für den Erhalt und die kulturelle Nutzung verantwortlich. „Ziel war es, das zur Zeit der Weserrenaissance als vierflügelige Anlage geplante Ensemble wieder adäquat zu schließen“, sagt sie weiter. Der Vorstand der Stiftung, Heinrich Jagau und Hauke Jagau, befürworteten diesen modernen Bau, der die charakteristischen und architektonischen Merkmale der historischen Gebäude aufgreift und zeitgemäß umdeutet.

So wird der zukünftige Westflügel des historischen Schloss-Ensembles aussehen. Als Mieter stehen das Amtsgericht und die Volkshochschule Hannover Land fest. Quelle: Stiftung Kulturregion Hannover

In seiner Größe und Ausdehnung wird der Neubau den Gebäudeflügeln der Weserrenaissance entsprechen und somit deutlich größer sein als das alte Gebäude aus den Fünfzigerjahren. Was auf den ersten Blick wie ein zweigeschossiges Gebäude erscheint, wird tatsächlich vier Geschosse umfassen. Das hohe Sockelgeschoss erhält eine verglaste offene Fläche. Auf der Hofseite gehen die Besucher durch ein repräsentatives gläsernes Eingangsportal mit massivem Kupferrahmen ins Haus. „Da der Altbau zu wenig Fenster hatte, werden zusätzliche Fassadenfenster im Neubau integriert“, erzählt Architekt Krüger. Ebenso wie die historischen Gebäudeflügel wird auch der Neubau ein Klinkermauerwerk erhalten.

Der neue Westflügel wird als Büro- und Verwaltungsgebäude mit etwa 3000 Quadratmetern Nutzfläche errichtet. Als Mieter stehen das Amtsgericht und die Volkshochschule Hannover Land (VHS) fest. Sie teilen sich das viergeschossige Gebäude. „Voraussichtlich richtet sich die VHS im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss ein“, sagt Friederike Kohn, Projekt-Referentin der Stiftung. Die Fertigstellung ist für Ende 2020, Anfang 2021 vorgesehen.

Von Susann Brosch

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