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Nachrichten SPD-Austritt wegen Karikaturen
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten SPD-Austritt wegen Karikaturen
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19:05 24.04.2015
Von Kathrin Götze
Mustafa Atay (zweiter von links) hat die SPD verlassen. Quelle: r
Neustadt

Dies hatte ihm der Vorstand nahegelegt. Grund sind israelkritische Karikaturen, die Atay bereits im Januar auf seiner Facebook-Seite weiterverbreitet hat: Eine davon zeigt den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu in Gestalt eines Teufels, der Blut aus einem Behälter mit der Aufschrift „Gaza“ trinkt. Atay hat den Kommentar „Terroristen!“ dazugeschrieben.

Die „Bild“-Zeitung prangerte dies gestern als „Israel-Hetze“ an, der SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Mustafa Erkan versteht es gar als „Judenhass“. „Wir haben ihm deutlich gemacht, dass so etwas klar gegen die Grundprinzipien der SPD verstößt“, sagte Erkan gestern.

Er sei froh, dass Atay von sich aus aus der Partei ausgetreten sei. „So haben wir einen klaren Schnitt“, sagte Erkan. Man habe an dieser Stelle keine Rechtfertigungsversuche zugelassen.

Atay hingegen, der sich auch in der islamischen Gemeinde als Jugendleiter engagiert, fühlt sich überrumpelt und missverstanden, wie er sagt. Er sei ausgetreten, weil ihn die Genossen dazu gedrängt hätten: „Ich streite die Vorwürfe vehement ab.“ Wer ihn kenne, wisse genau, dass die Vorwürfe im Widerspruch zu seiner Person stünden. „Ich bin weder ein Israelhetzer, noch ein Judenhasser, so wie es dargestellt wurde“, fügte er hinzu, und: „Ich bin sehr traurig darüber, dass die von mir geteilten Karikaturen völlig missverstanden wurden.“

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