Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Parteien und Umweltschützer beschäftigen sich mit Südlink
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Parteien und Umweltschützer beschäftigen sich mit Südlink
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:17 23.04.2019
So könnte die unterirdische Stromleitung durch das Neustädter Land aussehen: Zwei Prototypen für Erdkabel mit drei Adern liegen unter einer Hochspannungsleitung. Quelle: dpa
Anzeige
Neustadt

Noch steht der Beginn der letzten Beteiligungsphase zum wahrscheinlichen Bau der Südlink-Trasse durch das Neustädter Land nicht fest. Es wird allerdings die letzte Gelegenheit sein, die Bundesnetzagentur auf problematische Stellen entlang der geplanten Stromautobahn aufmerksam zu machen. Vor diesem Hintergrund finden in den nächsten Wochen gleich mehrere Veranstaltungen statt, die einerseits informieren und gleichzeitig die formelle Beteiligung vorbereiten. Für Mandelsloh und die umliegenden Dörfer hat sich schon ein Arbeitskreis gebildet, um einen alternativen Trassenvorschlag zu erstellen, der weniger Ackerflächen in Mitleidenschaft zieht.

CDU diskutiert in Luttmersen

Der CDU-Stadtverband Neustadt veranstaltet am Donnerstag, 2. Mai, eine Südlink-Diskussion mit dem Landtagsabgeordneten Sebastian Lechner. Die Themen sind ebenfalls der Planungsstand, die Beteiligungsverfahren und die Auswirkungen der Stromkabeltrasse auf die landwirtschaflichen Betriebe. Die Veranstaltung im Oase-Haus, Zur Jürse 1, in Luttmersen beginnt um 19.30 Uhr.

Anzeige

Tennet informiert in Bordenau

Die FDP lädt für Dienstag, 7. Mai, zu einer Südlink-Diskussion ab 18.30 Uhr in das Dorfgemeinschaftshaus Bordenau ein, Am Dorfteich 15a. Dort werden zuerst zwei Mitarbeiter des Netzbetreibers Tennet das Vorhaben vorstellen. Anschließend berichtet der Vorsitzende des Niedersächsischen Landvolkskreisverbandes Hannover, Holger Hennies, über die Positionen und Forderungen des Landvolks. Der Landtagsabgeordnete Stefan Birkner moderiert dann die Diskussion, bei der die Zuhörer Fragen stellen können. „Mit dieser öffentlichen Veranstaltung wollen wir ein Forum bieten, um Informationen aus erster Hand zu erhalten und die Grundlagen für die Beteiligung zu legen“, sagt Birkner.

Nabu spürt kritische Stellen auf

Ausgesprochen skeptisch blicken einige Mitglieder des Neustädter Naturschutzbunds (Nabu) auf das bevorstehende Planfeststellungsverfahren. Ein neu eingerichteter Arbeitskreis Südlink ist derzeit dabei, problematische Stellen entlang der Trasse zu sammeln. „Wir rufen alle Menschen im Neustädter Land auf, Besonderheiten entlang des geplanten Korridors zu melden“, sagt die Leiterin des Arbeitskreises, Gisela Kirmizi. So seien etwa mehrere schützenswerte Gebiete bislang in keiner offiziellen Liste zur Planung zu finden. „Bei Otternhagen liegt eine Streuobstwiese des Nabu mitten in der Trasse. Milane und Kraniche brüten in einigen Bereichen“, sagt sie. Um alle bislang noch nicht berücksichtigen Problembereiche ausfindig zu machen, bittet der Nabu um Mithilfe. Der Arbeitskreis Südlink ist bis auf Weiteres per E-Mail an christel.budnik@web.de zu erreichen.

Von Mario Moers