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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Niedernstöckener engagieren sich für Bienen
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15:00 01.07.2019
Die heimische Hummel gilt nicht nur als ausgezeichnete Bestäuberin, sondern auch als gefährdet. Blütenreiche Grünflächen können ihr Überleben sichern. Quelle: Mirko Bartels
Niedernstöcken

Ohne Bienen und andere Insekten gäbe es viele Nutz- und Wildpflanzen nicht mehr. Im Frühjahr, wenn alles in frischer Blüte steht, ist der Tisch für die Bestäuber reich gedeckt. Anders sieht es im Spätsommer und Herbst aus. In diesen Jahreszeiten wird die Nahrung für die Insekten deutlich knapper. In Niedernstöcken soll es nun vermehrt für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten blühen. Mitglieder des Vereins Friedenshof Kommunität haben auf etwa 200 Quadratmetern Blühflächen für mehr Artenvielfalt angelegt. Unterstützt wurde der Verein von dem Netzwerk Blühende Landschaft.

Dramatischer Rückgang

Das Insektensterben bereitet Experten weltweit große Sorgen. Auch in der Region Hannover lässt sich dieses alarmierende Phänomen feststellen, konstatieren Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Insekten sind mit einer Million Arten die größte Tiergruppe der Welt. Davon sind 33.000 Arten in Deutschland beheimatet. Sie bilden fast 70 Prozent der heimischen Tierwelt. 42 Prozent dieser Kleinstlebewesen gelten als bestandsgefährdet, extrem selten oder sind bereits ausgestorben. Die Ursachen des Insektenrückgangs sind vielfältig und größtenteils von Menschenhand verursacht, heißt es seitens Naturschutzbund Deutschland (Nabu). 

Wichtige Bedeutung der Lebensräume

Diesen Rückgang wollen die Mitglieder der Friedenshof Kommunität aufhalten und in ihrem Ort, quasi direkt vor der eigenen Haustür, etwas bewegen. Die Bedeutung der innerörtlichen Lebensräume für Blütenbesucher habe mit dem Wandel unserer Kulturlandschaft in großem Maße zugenommen, erläutert der Verein. Den Aktiven liegt der Schutz der Insekten am Herzen. Einige Mitglieder haben im vergangenen Jahr mit der Imkerei begonnen. Dadurch und durch die vielen Beobachtungen der Honigbienen habe sich der Blick für Wildbienen und andere Insekten im Garten geschärft, teilt der Verein mit. So solle verhindert werden, dass im Sommer so genannte Trachtlücken auftreten und die sonst so ruhigen Honigbienen in Räuberei verfallen müssen. Auf der bereitgestellten Fläche wurden ein- und mehrjährige Blühmischungen ausgesät worden. Dies sei Teil des Projekts Bienen-Blüten-Reich des Netzwerks Blühende Landschaft gewesen, in dem sich die Kommunität engagiere.

Für das Projekt werden 2019 deutschlandweit mehr als 2 Millionen Quadratmeter beispielgebende insektenfreundliche Blühflächen angelegt. Das Netzwerk berät die Projektpartner bei der Saatgutauswahl, der Anlage und der Pflege der Blühflächen. Zusätzlich werden die Projektpartner bei der Öffentlichkeitsarbeit begleitet und beispielsweise durch Beschilderung und Infomaterial unterstützt. Die Kosten für Saatgut und Beschilderung der Projektflächen werden mit Blühpatenschaften finanziert.

Informationen zu Patenschaften und Führungsterminen gibt es im Internet unter www.blühpate.de und www.bienenblütenreich.de

Von Mirko Bartels

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