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Nachrichten Kunze ist neue Gleichstellungsbeauftragte
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Kunze ist neue Gleichstellungsbeauftragte
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12:49 24.08.2018
Sabrina Kunze hat die Politiker im Rat überzeugt. Quelle: Haase
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Neustadt

Neun Monate nach der Verabschiedung von Bärbel Heidemann in den Ruhestand bekommt die Stadt Neustadt wieder, wie gesetzlich vorgeschrieben, eine Gleichstellungsbeauftragte. Der Rat hat am Donnerstagabend einstimmig die 36-jährige Juristin Sabrina Kunze in das Amt berufen. Sie wird es am 1. November mit einer Arbeitszeit von 19,5 Stunden pro Woche antreten.

Seit 2016 lebt Kunze mit ihrem Mann, einem gebürtigen Neustädter, und zwei kleinen Töchtern in der Kernstadt. „Es ist schön, dort zu arbeiten, wo man wohnt und sich wohlfühlt“, sagte sie in ihrer Vorstellungsrede vor dem Rat. Sie sei von dem Stellenangebot sofort begeistert gewesen und denke, sie könne einen guten Beitrag für die Stadt leisten.

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In ihrem Werdegang hat Kunze zunächst eine Bankausbildung absolviert, dann in Göttingen ein Jurastudium aufgenommen und es mit dem ersten Staatsexamen beendet. Danach arbeitete sie am Oberlandesgericht Hamm und legte das zweite Staatsexamen ab. Zuletzt arbeitete sie in der Rechtsberatung der Verbraucherzentrale Niedersachsen.

Die künftige Gleichstellungsbeauftragte hatte sich gegen mehrere Mitbewerberinnen durchgesetzt. Für das Verfahren war eine Auswahlkommission gebildet worden, bestehend aus je einem Mitglied der Ratsfraktionen und der zuständigen Fachbereichsleiterin Annette Plein. Die Bewerberinnen mussten ein Kurzreferat halten und Fragen anhand eines standardisierten Katalogs beantworten. „Sabrina Kunze konnte dabei mit ihren Antworten und ihrem Vortrag am meisten überzeugen und erhielt im Vergleich zu den übrigen Bewerberinnen die höchste Punktzahl“, erklärten die Kommissionsmitglieder.

Vorgängerin Heidemann war ebenso wie Kunze jetzt, mit einer halben Stelle ins Amt gestartet. Sie hatte über die Jahre immer weiter Kontakte geknüpft und weitere Aufgaben übernommen, kümmerte sich beispielsweise um Selbsthilfeeinrichtungen und um Kooperationen der Stadt, wie den Präventionsrat. Seit 2012 arbeitete sie in Vollzeit. Mit ihrem Abschied hat die Verwaltungsspitze die Stelle nun wieder auf das vorgeschriebene Maß zurechtgestutzt, die zusätzlichen Aufgaben sollen künftig von den Mitarbeitern eines neuen Fachdiensts soziale Arbeit wahrgenommen werden.

Von Bernd Haase und Kathrin Götze