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Nachrichten Wolfsberater zur Sicherheit abberufen
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Wolfsberater zur Sicherheit abberufen
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17:46 08.02.2019
Wolfsberater Hubert Wichmann untersuchte für das Umweltministerium Tierrisse. Quelle: Sebastian Stüben
Neustadt/Nienburg

Wolfsberater Hubert Wichmann ist nicht mehr für das Umweltministerium tätig. Der hauptberufliche Förster gehörte zu denen, die Tier-Risse untersuchten und Halter unterstützen. Um ihn zu schützen, hat das Ministerium Wichmann jetzt von seinen Aufgaben entbunden. Zuvor war Wichmann per E-Mail bedroht worden.

Zahlreiche gerissene Tieren im Kreis Nienburg und dem Neustädter Land hatten die Wolfsberater des Niedersächsischen Umweltministeriums auf den Plan gerufen. „Seit vorgestern ist ein verdienter Wolfsberater aus dem Landkreis Nienburg nicht mehr für das Umweltministerium tätig“, bestätigte Ministeriums-Sprecherin Lotta Cordes am Donnerstag. Man verliere damit einen sehr engagierten ehrenamtlichen Wolfsberater, der hervorragende Arbeit geleistet habe, so Cordes weiter. „Wir wollen ihn aus der Schusslinie nehmen und haben uns darauf geeinigt“, sagt die Sprecherin.

Die Vorfälle werden in den sozialen Medien heftig diskutiert, insbesondere nachdem das Ministerium einen Wolf zum Abschuss freigegeben hatte. DNA-Proben hatten den Rüden aus dem sogenannten Rodewalder Rudel bei mehreren Rissen identifiziert. Darauf bezieht sich der Verfasser der E-Mail, die Wichmann erreichte. „Konkret wird mir unterstellt, dass ich als Nienburger Wolfsberater verantwortlich für die Entscheidung des Ministeriums bin, den Rodewalder Rüden GW717m zu entnehmen“, sagt Wichmann.

Die verbalen Angriffe auf Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit dem Wolfsmonitoring befassen, sei „erschreckend“, sagt der bisherige Wolfsberater. „Die Diskussion rund um den Wolf und insbesondere das Rodewalder Rudel wird zurzeit in einer Heftigkeit geführt, die Appelle an Fairness, Anstand und Sachlichkeit sinnlos erscheinen lassen.“

Minister Olaf Lies sagt dazu: „Bei allem Verständnis für unterschiedliche Auffassungen in der Sache: Inzwischen werden Wolfsberater bei Ihrer Arbeit behindert, teilweise sogar bedroht. Das ist absolut inakzeptabel und hilft im Übrigen niemandem – weder den betroffenen Nutztierhaltern, noch dem Artenschutz.“

Von Benjamin Behrens

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