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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Warum die Feuerwehr Otternhagen in eine Scheune umzieht
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00:22 22.06.2019
In der neuen, provisorischen Fahrzeughalle bei Arne Stephans Firma Eliste hat die Feuerwehr reichlich Platz.
In der neuen, provisorischen Fahrzeughalle bei Arne Stephans Firma Eliste hat die Feuerwehr reichlich Platz. Quelle: Feuerwehr Otternhagen
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Otternhagen

Das war eine Menge Arbeit, doch sie soll sich für die Feuerwehrleute lohnen: Am Wochenende ist die Feuerwehr Otternhagen aus ihrem Gerätehaus an der Otternhagener Straße ausgezogen. Die Stadt Neu­stadt lässt das Gebäude in den Sommerferien abreißen, damit an gleicher Stelle ein größerer Neubau für die Ortsfeuerwehr entstehen kann. In Neustadt und Eilvese wird aktuell auch gebaut, doch an neuem Ort. Die Otternhagener Feuerwehrleute stehen jetzt vor der Herausforderung, die gut einein­halb Jahre Bauzeit in einem Provisorium zu überbrücken. Otternhagen ist eines von mehreren Gerätehäusern, die jetzt erneuert werden.

Viele Feuerwehrleute helfen beim Packen für den Umzug. Quelle: Feuerwehr Otternhagen

Fast alle Aktiven helfen beim Einpacken

Nach dem Motto „viele Hände – schnelles Ende“, hätten fast alle aktiven Mitglieder am Sonnabend angepackt, um die letzten Einrichtungsgegen­stände und Gerätschaften in die Übergangsdomizile zu bringen, berichtet Feuerwehrsprecherin Martina Fachmann. Am Abend feierten die Frauen und Männer dann eine Abrissparty im alten Haus.

Das alte Feuerwehrhaus ist ausgeräumt und soll in den Sommerferien abgerissen werden. Quelle: Kathrin Götze

Der Garten- und Landschaftsbaubetrieb Eliste von Feuerwehrmann Arne Stephan stellt der Ortsfeuerwehr eine Scheune zur Verfügung, in der Fahrzeuge, Gerätschaften und Einsatzkleidung untergebracht werden können. Weitere Besitztümer der Ortsfeuerwehr und der Jugendfeuerwehr, die nicht unmittelbar für Einsätze und Dienst­betrieb gebraucht werden, werden an anderen Stellen in Otternhagen und Neustadt eingelagert. Das hat zur Folge, dass die Feuerwehrleute nun für jede Aktion immer genau überlegen müssen, was sie brauchen und wo diese Dinge lagern.

Scheune wird zum provisorischen Gerätehaus

Auch einsatztechnisch gibt es Einschränkungen: Da die Scheune nicht geheizt werden kann, nehmen die Einsatzkräfte im Winter ihre persönliche Schutzausrüstung mit nach Hause. „Alles in allem sind das aber Einschränkungen, denen wir organisatorisch entgegentreten können und werden“, sagt Ortsbrandmeister Sascha Schneider.

Nachbarfeuerwehren bieten Unterstützung an

Auch die Übungsdienste müssen in dieser Übergangszeit anders organisiert werden, da kein Schulungsraum mehr zur Verfügung steht in dem Präsentationen oder Lehrfilme gezeigt werden könnten. Das beein­trächtigt auch den Übungsbetrieb der Jugendfeuerwehr und der in Gründung befindlichen Kinderfeuerwehr. Glücklicherweise haben die Nachbarfeuerwehren aus Metel, Scharrel, Basse/Averhoy und Suttorf den Otternhagenern angebo­ten, die dortigen Feuerwehrhäuser für Übungsdienste zu nutzen. Ortsbrandmeister Schneider ist sehr froh über dieses Angebot. „Die gute Zusammenarbeit, die wir in den letzten Jahren forciert haben, zahlt sich aus.“

Altes Haus bietet viel zu wenig Platz

Notwendig sind der Abriss und Neubau des Feuerwehrhauses, da das alte Haus für die Fahrzeuge zu klein ist und die Ausstattung den gesetzlichen Vorschriften und den Sicherheitsanforderungen bei weitem nicht mehr genügte. So beschränkten sich die sanitären Anlagen auf ein etwa einen Quadratmeter großes Unisex-WC. Die Planungen für das neue Feuerwehrhaus befinden sich auf der Zielgeraden. Sehr erfreut sei die Feuerwehr über die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, sagt Fachmann. „Wir werden in die Planungen eingebunden und haben die Möglichkeit, mitzugestalten“, sagt Ortsbrandmeister Schneider.

Einzug ins neue Haus für Oktober 2020 geplant

Trotz – oder gerade wegen – der Ein­schränkungen in der Übergangszeit, freuen sich die Mitglieder auf das neue Haus. Wenn alles gut läuft, kann es im Oktober 2020 bezogen werden. „Wir werden viel improvisieren müssen, aber das nehmen wir gerne in Kauf, im Hinblick auf die große Verbesserung, die uns danach zuteil wird“, sagt Schneider.

Von Kathrin Götze