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Nachrichten Jürgen Trittin findet in Neustadt deutliche Worte
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Jürgen Trittin findet in Neustadt deutliche Worte
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17:25 16.05.2019
Jürgen Trittin (links) und Dominic Herbst haben Donnerstag in den Ratskeller Neustadt eingeladen. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt

Der Wahlkampf für das Amt des Neustädter Bürgermeisters läuft auf Hochtouren. Unterstützung finden die Kandidaten immer wieder bei Parteimitgliedern, die gleich die Werbetrommel für die Europawahl mitrühren. Dominic Herbst, Kandidat der Grünen für das höchste städtische Amt, bekam Donnerstag im Ratskeller Rückendeckung von Jürgen Trittin. Das politische Urgestein der Partei zeigte während der Fragerunde, dass er zu recht als rhetorisch stark, kompetent und bisweilen als kantig und provokativ in seinen Äußerungen beschrieben wird.

Jürgen Trittin unterstützt Herbst im Wahlkampf

Europa ist gewiss mehr als die Summe der geförderten Projekte, auch wenn diese gern in den Vordergrund gestellt werden“, leitete der ehemalige Bundesumweltminister (1998-2005) ein. Die Gemeinschaft sichere seit Jahrzehnten den Frieden. Dies geschehe auch durch eine ökonomische Verzahnung der Nationalstaaten. „Frieden, Demokratie und Wohlstand sollen die drei Grundpfeiler der Gemeinschaft sein, die gerade durch viele Populisten bedroht wird“, sagt Trittin. Den Unmut der Wähler über den Staatenbund erklärt er mit der bestehenden Rechtslage und das die nationalen Regierungen oftmals „verlogen“ mit der Gemeinschaft umgehen. „Und da ist Deutschland oftmals ganz weit vorne mit dabei, wenn es um Verstöße geht“, sagt er.

Trittin rügt Bundesregierung

Insgesamt fand der Bundestagsabgeordnete deutliche Worte für die Regierung und die seiner Meinung nach bestehende Situation in Europa. „Das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich ist so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und das weil die Bundesregierung französische Ansätze immer wieder torpediert“, heißt es da. Auch Trittins Blick über den großen Teich ist deutlich: „Amerika greift Europa an und Deutschland zieht den Kopf ein oder verkriecht sich unter dem Tisch“, kommentiert er die aktuelle Situation.

Den Sprung von der großen politischen Bühne ins Lokale fiel den Rednern leidlich schwer: Die Fragen aus dem Publikum nach Agrar- und Telekommunikationspolitik forderten zwar nach lokalen Antworten, konnten aber nur mit Lösungen auf Landes- und Bundesebene beantwortet werden.

Von Mirko Bartels

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