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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Stadt will Schulsozialarbeiter fest anstellen
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00:19 27.04.2019
An der Leine-Schule gibt es eine Vollzeit-Stelle für einen Sozialarbeiter. Quelle: Mirko Bartels
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Neustadt

Ein Zusammenschluss von UWG, Bündnis 90/Die Grünen und den Linken hatte es Anfang Februar in einem Schreiben von der Stadt gefordert: Eine Entfristung der bestehenden Verträge mit den Schulsozialarbeitern an den Neustädter Schulen. Zurzeit gibt es ein Stundenkontingent von 3,75 Vollzeitstellen, verteilt auf fünf Mitarbeiter. Die aktuell gültigen Verträge der Pädagogen laufen zum Ende des Jahres aus. In einem Schreiben forderten die Politiker von der Stadt: „Der Bürgermeister schafft die Voraussetzungen, dass die kommunale Schulsozialarbeit an den Schulen auch nach dem 31.12.2019 finanziell – wie im bisherigen Umfang und unbefristet abgesichert wird.“

Jetzt hat die Stadtverwaltung auf die Forderungen der Politiker reagiert. In einer Vorlage schlägt die Verwaltung vor, die fünf Sozialarbeiter ab dem 1. Januar 2020 unbefristet bei der Stadt anzustellen. Zudem hat der städtische Fachdienst Soziale Arbeit ein umfangreiches Konzept zu den Aufgaben der Schulsozialarbeit vorgelegt. Darin heißt es: „Die Schulsozialarbeit lebt von der Beziehungsarbeit und der Kontinuität, daher ist die finanzielle Sicherung der Arbeitsstelle notwendig, um professionelle und qualitative Arbeit dauerhaft zu gewährleisten.“ Stadtsprecher Stefan Bark unterstreicht: „Die Schulsozialarbeit ist eine wichtige Arbeit, die fortgesetzt werden soll. Zudem wollen wir den angestellten Pädagogen bei der Stadt eine langfristige Perspektive bieten.“

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Schulsozialarbeiter sollen fest bei der Stadt angestellt werden

In dem Papier zur „Kommunalen Sozialen Arbeit an Schulen“ sind die Aufgaben der Pädagogen aufgeführt. Dort heißt es: „Die Arbeit der Schulsozialarbeit richtet sich unterstützend an Lehrkräfte und Schulleitung, da diese zunehmend Probleme und Auffälligkeiten ihrer Schüler erkennen, die außerhalb ihres Aufgabenbereiches liegen.“ Und weiter: „Hier bietet die Schulsozialarbeit eine Anlaufstelle für Lehrkräfte, um Hilfestellungen bei Problemen von Schüler zu erhalten. Bei der Bearbeitung dieser Probleme kann die Schulsozialarbeit durch professionelle Unterstützung die Lehrkräfte entlasten.“

Ein Sozialarbeiter der KGS Neustadt erklärt, dass besonders die Beratung in den Pausen wichtig sei. Auch die Berufsberatung stellt einen wichtigen Aspekt der täglichen Arbeit dar. „Vor allem in der Mittagszeit bieten wir den Kindern eine wichtige Anlaufstelle. Dann besteht Zeit und Raum, um sich einfach mal in Ruhe zu unterhalten – ohne Zwang.“ Aber auch die Beratung von Lehrern und Eltern würde eine wichtige Rolle spielen, sagt der Pädagoge.

Ostermann begrüßt Vorschlag der Verwaltung

Fraktionsvorsitzender Willi Ostermann (UWG) zeigt sich zufrieden, dass die Stadt auf die Forderungen eingegangen ist. Er sagt: „Das Wichtigste ist, dass die Verträge entfristet werden und dass die Schulsozialarbeit gewürdigt wird.“ Sollte der Rat der Stadt dem Vorschlag am 9. Mai zustimmen, würden die Sozialarbeiter ab dem 1. Januar 2020 unbefristet bei der Stadt angestellt. Die Kosten belaufen sich auf 240.000 Euro jährlich und wären ab dem Haushaltsjahr 2020 einkalkuliert.

Von Marleen Gaida