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Nachrichten Sporthalle wird doch nicht tiefer gelegt
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Sporthalle wird doch nicht tiefer gelegt
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18:00 17.07.2019
In einer Simulation ist die neue Sporthalle als zweigeschossiger Bau in Rot eingezeichnet. Sie wird nun mächtiger wirken als ursprünglich geplant. Quelle: Stadt Neustadt
Neustadt

Er habe sich schon ein wenig in den Plan verguckt, gibt Architekt Thomas Völkel zu. Doch aus der Idee, die neue Sporthalle am Gymnasium zum Teil in die Erde hineinzubauen, wird wohl doch nichts. Die Planer hatten dieses Modell angedacht, damit der zweigeschossig angelegte Neubau im Vergleich zu den umliegenden Gebäuden und dem vorhandenen Baumbestand nicht allzu mächtig erscheinen sollte. Doch die Bodenverhältnisse erschweren die Umsetzung arg, wie Völkel kürzlich im Ausschuss für Umwelt und Stadtplanung berichtete.

Treppenhaus muss neu geplant werden

An Stelle der maroden alten Halle soll eine moderne Dreifeldanlage entstehen, die neben der Schule auch der TSV Neustadt nutzen wird, allen voran das erfolgreiche Basketballteam, die Temps Shooters. Unter anderem deshalb wird die Halle mit einer Tribüne ausgestattet, die laut Plan auch vom oberen Geschoss aus erreichbar sein soll. Nun muss für den Zugang zu Tribüne und weiteren Nebenräumen auf der Empore noch ein Treppenhaus eingeplant werden, wie Völkel erläuterte.

Grundwasser steht hoch an

Denn in dem Bereich steht das Grundwasser hoch an, hat außerdem geringfügig betonzersetzende Eigenschaften. Für die Baustelle wäre eine Grundwassersenkung nötig, doch das stark eisenhaltige Grundwasser dürfte nicht einfach in die Regenwasserkanalisation eingeleitet werden, sondern bräuchte eine zentrale Schmutzwasseranlage. Überdies müsste die Baustelle mit einer wasserundurchlässigen Bohrpfahlwand geschützt werden, die allein 1.171.500 Euro kosten würde, wie Völkel sagte.

Ausschreibung kostet mehr Zeit als geplant

Die Abrissarbeiten an der alten Halle laufen schon, doch die Umplanung werde die Arbeiten nicht allzu weit zurückwerfen, sagte Völkel. Mehr Schwierigkeiten bereitete eine europaweite Ausschreibung verschiedener Planungsleistungen, welche die Verwaltung gern vermieden hätte. Alle drei Angebote mussten wegen Formfehlern aussortiert, die Ausschreibung wiederholt werden. „Es blieb ein Bewerber übrig – zum Glück war es der, mit dem wir auch vorher schon zusammengearbeitet hatten, so dass wir nicht noch weitere Zeit verlieren.“

Fertigstellungstermin ist noch offen

Auf die Frage nach dem Zeithorizont für den Bau sagte Völkel, eine Fertigstellung im Frühjahr 2021 sei wohl nicht zu halten. Fachbereichsleiter Jörg Homeier beeilte sich aber einzuwerfen, dass die Terminfrage noch nicht abschließend geklärt sei. „Das Frühjahr war immer sportlich“, sagte er. „Wir hätten uns das europaweite Verfahren gern erspart.“ Achselzuckend mussten die Politiker auch zur Kenntnis nehmen, dass mit fortlaufender Planung auch die Kostenschätzung weiter ansteigt: Statt bisher 6,2 Millionen sprach Völkel jetzt von 7,125 Millionen Euro für das Projekt.

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