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12:26 11.10.2019
Edle Tiere, liebevolle Züchter: Wilfried und Debbie Griesbach auf der Weide. Quelle: Kathrin Götze
Otternhagen

Der Anlass war eigentlich ein misslicher: Nach Jahren erfolgreicher Turniere als Springpferd verletzte sich Debbie Griesbachs Stute Lamanga am Bein – nicht so schlimm, aber die heute 19-Jährige beschloss, mit den Turnieren für eine Saison auszusetzen. Stattdessen sollte die Stute ein Fohlen bekommen. Standesgemäß, gezeugt von einem Vater aus dem Celler Landgestüt. Lamanga geht es inzwischen besser. Und auf der Weide folgt ihr nun eine kleine Stute, die bei der Fohlenschau des Pferdezuchtvereins Aller-Leine als eines der besten älteren Springfohlen ausgezeichnet wurde.

Zuchterfahrung liegt bei Griesbachs in der Familie

Debbie und Wilfried Griesbach sammeln Auszeichnungen für ihre Fohlen. Quelle: Kathrin Götze

Anlagen, Charakter, Körperbau, all das muss stimmen, um die Preisrichter zu überzeugen. Erfahrung mit der Pferdezucht liegt quasi in der Familie: Ihr Großvater Wilfried Griesbach züchtet bereits seit rund 30 Jahren Hannoveraner. Die großen, aber feingliedrigen Pferde sind offenbar besonders gut als Springer geeignet, auch der Großvater hat bei den Vereinsschauen schon viele Auszeichnungen eingesammelt. Er ist froh, dass seine Enkeltochter seine Leidenschaft teilt: „Schön, wenn man da viel zusammen machen kann“, sagt er.

Erfolgsstute hat schon viele gute Fohlen hervorgebracht

Mit Stute Emma hat Wilfried Griesbach schon viele Zuchterfolge erzielt, auch ihr jüngster Sohn Navara ist jetzt prämiert worden. Quelle: Kathrin Götze

Seine zwölfjährige Stute Emma hat mit den Hengsten aus dem Landesgestüt schon zahlreiche erfolgreiche Nachkommen hervorgebracht. In ihren Papieren stehen deutlich hochtrabendere Namen, die immer die gleichen Anfangsbuchstaben haben müssen wie die der Väter. Doch im Alltag muss es einfacher gehen, Griesbach selbst merkt sich die Adelstitel kaum. Dass Emmas erstes Fohlen beispielsweise offiziell Starlight Express heißt, kann aus dem Stand nur die Enkelin sagen – für Wilfried Griesbach heißt die Stute einfach Suse. Und für Lamangas Nachwuchs muss statt des vollen Namens Very Important Holly auch Holly allein reichen.

Pferde stehen das ganze Jahr auf der Weide

Ähnlich rustikal sind die Haltungsbedingungen: Wer einen hochstilisierten Stall erwartet, wird enttäuscht: Griesbachs Pferde stehen das ganze Jahr auf der Weide, haben für den Winter einen offenen Unterstand. Die Tiere laufen in der Gruppe, soweit sie sich vertragen – nur Emma duldet außer ihrem jeweiligen Fohlen keinen neben sich, sie schaut den anderen über einen Zaun zu. Griesbach ist überzeugt, dass auch die Haltung zum Erfolg seiner Tiere beiträgt: „Die wachsen robust auf, das tut ihnen gut.“

Eine echte Pferdefamilie (von links): Sabine, Wilfried und Debbie Griesbach sind gerne draußen bei ihren Schützlingen. Quelle: Kathrin Götze

Tiere sind sehr zutraulich

Wer mit den Griesbachs zu den Tieren hinaus fährt, merkt schnell, dass es der Familie keinesfalls nur um Erfolge geht. Liebevoll gehen sie mit den Tieren um, die das mit großer Zutraulichkeit vergelten. Dreimal am Tag werden sie versorgt, bekommen auch im trockenen Sommer immer Heu oder Kraftfutter zugefüttert. „Wenn ich hier draußen bin, kann ich am besten abschalten“, sagt Griesbach zufrieden. Er hat einen besonderen Draht zu den Pferden. Als die Enkeltochter den Wallach Notify, genannt Norbert, einfangen will, um ihn zu reiten, hat der erstmal keine Lust und sucht fröhlich trabend das Weite. Erst als Griesbach ihn anlockt, lässt er sich bereitwillig am Halfter packen.

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