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Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Die eingebildete Kranke nach Molière
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00:17 19.05.2019
Auf der Waldbühne feiert das Stück „Die eingebildete Kranke“ Premiere. Quelle: Marleen Gaida
Otternhagen

Das Vogelgezwitscher gehört zum idyllischen Grundrauschen bei einer Aufführung auf der Waldbühne. Die restliche Geräuschkulisse kommt von der Bühne und den Laiendarstellern, die sich derzeit auf die Premiere am Sonnabend vorbereiten. Auf dem Programm: „Die eingebildete Kranke“ nach Molière, als moderne Interpretation des bekannten Theaterklassikers. Hier verlieben sich Frauen ineinander und die Hauptrolle ist auch eine Dame – und kein Kranker, wie im Originalstück.

Otternhagener Waldbühne zeigt Die eingebildete Kranke

„Die lässt mich tatsächlich hier sterben, die dumme Kuh“, ruft Antonia (Astrid Lange) ihrer Pflegerin Clara (Sina Gebhard) vom Bett aus hinterher. Antonia bildet sich ein, sterbenskrank zu sein, was ihre Hausärztin Dr. Ovula (Gabriela B.) und ihre Apotheker Herr Duftig (Benjamin Klug) bereitwillig unterstützen. Berge an Pillen verschreiben sie der Patientin und verdienen sich daran eine goldene Nase. Durchschaut wird das böse Spiel einzig von der pfiffigen Pflegerin Clara, die auch die verworrenen Familienverhältnisse durchschaut. Denn der angeblich treusorgende Ehemann (Mathias Caselt) hat eine Affäre mit der Notarin Dr. Treuherz (Xanthi Spyridon) und die beiden wollen an das Geld der Betrogenen. Die wiederum möchte ihre Tochter Angelika (Melina Dietrich) mit Bernd (Christian Draheim) verkuppeln, obwohl sie weiß, dass ihre Tochter homosexuell ist.

Die Figuren werden von den Darstellern mit professioneller Eindringlichkeit auf die Bühne gebracht. „Ich hätte Sterben können“, ruft Antonia vorwurfsvoll, die sich rigoros in ihre Krankheit flüchtet und von Astrid Lange als glaubwürdige Hypochonderin dargestellt wird. Die Autorin Ise Papendorf, die am Wochenende extra aus Köln zur Premiere anreist, hat das Theaterstück gekonnt aus dem 17. ins 21. Jahrhundert übertragen. Die Zuschauer erwartet somit eine unterhaltsame Komödie mit tiefsinnigen Momenten, die immer wieder die Wahrheit zu Tage fördern, das sich der Mensch meist selbst der Nächste ist.

Das Theaterstück Die eingebildete Kranke feiert am Sonnabend, 18. Mai, 20 Uhr, auf der Waldbühne Premiere. Weitere Aufführungen folgen am 19. Mai, 16 Uhr, 6. Juli, 20 Uhr, 7. Juli, 16 Uhr, 24. August, 19 Uhr, 7. September, 20 Uhr, 8. September, 16 Uhr.

Von Marleen Gaida

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