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Nachrichten Ortsrat will Bauland für Borstel und Nöpke
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Ortsrat will Bauland für Borstel und Nöpke
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00:18 27.03.2019
Östlich des Bruchlandswegs in Borstel soll ein Baugebiet ausgewiesen werden, da sind sich Stadtverwaltung und Ortsrat einig. Quelle: Kathrin Götze
Borstel/Nöpke

Auch wenn das Mühlenfelder Land seine Gemeinsamkeiten feiert: In Sachen Bauland wünschen sich die Vertreter der Nachbardörfer Borstel und Nöpke doch getrennte Pläne. Der Ortsrat hat beantragt, zwei getrennte Flächen an der Verbindungsstraße der beiden Dörfer als Bauland auszuweisen, die auf Nöpker Seite Torweg heißt, auf Borsteler Seite Bruchlandsweg. Jeweils reine Flanke dieser Straße ist noch unbebaut, in Nöpke die Westseite, in Borstel die Ostseite.

Stadtverwaltung schlägt gemeinsames Baugebiet vor

Auf ihren Antrag hin hat die Stadtverwaltung nun mit dem Vorschlag reagiert, die Fläche östlich des Bruchlandswegs als gemeinsames Baugebiet auf den Weg zu bringen. Die 2,1 Hektar mit Blick auf die Holländer-Windmühle am Kleieweg ließen sich bedarfsgerecht in mehreren Abschnitten entwickeln, heißt es in der entsprechenden Vorlage für den Rat. Diesen Vorteil böten die Flächen auf Nöpker Seite nicht.

Ortsbürgermeister Heinz-Günter Jaster ist nicht zufrieden mit dem Vorschlag: „Wir haben in jedem Dorf junge Leute, die Bauplätze suchen. Die Nöpker wollen Nöpker bleiben, die Borsteler Borsteler.“ Es sei dem Ortsrat keineswegs um ein möglichst großes Baugebiet gegangen, wo dann auch Leute von anderswo einziehen sollten. „Das Einheimischenmodell gibt es ja leider nicht mehr – das wäre eigentlich genau das, was wir uns wünschen“, sagt Jaster.

Einheimischenmodell gilt nicht mehr

Diesem Grundsatz zufolge wird Bauland bevorzugt an Interessenten vergeben, die bereits eine Bindung zum Ort nachweisen können – ein Instrument, im Siedlungsentwicklung zu steuern und zu begrenzen, so dass die vorhandene Infrastruktur ausreicht. Lange Zeit galt es auch in etlichen Dörfern des Neustädter Landes. Der europäische Gerichtshof hat das Einheimischenmodell aber im Mai 2013 eingeschränkt – EU-Bürger sollen sich uneingeschränkt im Unionsgebiet ansiedeln können, hieß es in der Begründung.

Baulücken aus Kataster sind nicht zu haben

Neustadt hat lange Zeit fast vollständig darauf verzichtet, außerhalb der Kernstadt neue Baugebiete auszuweisen. Im Raumordnungsprogramm der Region Hannover ist für Dörfer, die nicht Schulstandort sind, nur ein Wachstum von jährlich 2 Prozent vorgesehen. Borstel hat laut städtischer Statistik rund 840 Einwohner, Nöpke knapp 620, die nächste Grundschule liegt in Hagen. Ein Baulückenkataster für die Stadt soll dabei helfen, dass erst leere Plätze innerhalb der Ortschaften bebaut werden, statt freie Flächen am Ortsrand zu versiegeln. In den beiden Dörfern sind zwar eine Menge solcher Lücken verzeichnet. Doch die meisten Eigentümer hätten kein Interesse daran, sie zu verkaufen, hat der Ortsrat erfahren.

Von Kathrin Götze

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