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Nachrichten Ortsräte wollen Tempo-Smileys nutzen
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Ortsräte wollen Tempo-Smileys nutzen
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00:21 11.02.2019
Die Tempo-Messtafeln der Stadt Neustadt sind defekt – die Ortsräte meinen, sie könnten sie dennoch gebrauchen (Symbolbild). Quelle: Frank Oheim (Archiv)
Neustädter Land

 Sie zeigen ein lächelndes Gesicht, wenn Fahrer sich ans Tempolimit halten, ein ärgerliches, wenn sie es nicht tun: Die Messtafeln mit blinkenden Smiley-Gesichtern sind aus dem Verkehr kaum mehr wegzudenken. Etliche Politiker aus Neustadts Ortsräten wollen die drei Messtafeln der Stadt in Betrieb behalten, obwohl alle drei Defekte aufweisen. Die Stadtverwaltung kündigte an, zunächst ein Konzept zu ihrem Einsatz erarbeiten zu wollen.

Defekte Messtafeln bringen noch Nutzen

Rüdiger Arand (von links), Stefan Porscha und Godehard Kass bringen die Tafel am Mühlenfeld an. Quelle: privat

Seit dem Sommer 2010 hat die Stadt die Tafeln in Gebrauch, seitdem haben sie merklich gelitten. Die Funktion, gemessene Geschwindigkeiten zu speichern, ist ausgefallen, und die eingestellte Richtgeschwindigkeit lässt sich auch nicht mehr verändern. Zuletzt waren zwei der Tafeln an der Umleitungsstrecke für den Schwerlastverkehr durch Suttorf, Basse und Empede eingesetzt – dort konnten sie mit dem voreingestellten Tempo 30 noch korrekt lächeln oder murren.

Eine dritte, deren Akku den Geist aufgegeben hatte, haben sich findige Mitglieder des Ortsrats Schneeren für ihre Ortsdurchfahrt gesichert. Godehard Kass, Grünen-Politiker, Dorfarzt und Tüftler, bastelte eine Solarstrom-Versorgung als Ersatz für den defekten Akku, und die Tafel hing mehrere Monate im Dorf.

Erfolg der Tempo-Smileys ist bestätigt

„Es gab durchweg positive Rückmeldung“, berichtete Kass am Donnerstag im Rat. In seiner Praxis habe er quasi „die Hand am Puls des Volkes“, und er hörte viele Berichte von Anwohnern, die bemerkten, wie Autofahrer beim Anblick der Messtafel den Fuß vom Gas nahmen. Im städtischen Fachbereich Verkehr sei man hingegen offenbar der Auffassung, die folgenlosen Hinweise zeigten keine Wirkung. „Ich schlage vor, hinter so einen Smiley mal ein Seitenradargerät aufzustellen, um zu gucken, wie sich die Raserzahl entwickelt“, sagte Kass. Viele Fahrer überschritten die Geschwindigkeit offenbar nur in Gedanken.

Stefan Porscha, Schneerener Ortsbürgermeister und Bürgermeisterkandidat der CDU, schlug in die gleiche Kerbe. Er plädierte dafür, die Tafeln in die Hoheit der Ortsräte zu geben, damit sie sie an kritischen Stellen in den Ortschaften nutzen könnten. Dabei erhielt er Unterstützung vom Bordenauer Ortsbürgermeister Harry Piehl. Im Leinedorf gab es bereits Messungen am Steinweg, die Kass’ Vermutung bestätigten.

Verkehrsbehörde will Möglichkeiten prüfen

Ganz so einfach sei das leider nicht, sagt Stefan Bark vom Bürgermeisterreferat. Eine solche Messung stelle einen Eingriff in den Verkehr dar, den nur Behörden vornehmen dürften. Man werde aber ein Konzept erarbeiten, um den Wunsch aus den Dörfern nachzukommen, sagte er. Auch Bürgermeister Uwe Sternbeck hatte die Initiative aus Schneeren als „hochinteressant“ bezeichnet und zugesagt, die Möglichkeiten zu prüfen.

Von Kathrin Götze

Die Schwerpunkte sind klar: Bildung und Bauen sind die Themen, auf die sich die Stadtverwaltung in nächster Zeit konzentrieren soll. So hat es der Rat am Donnerstag beschlossen.

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