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Nachrichten Nach Wolfsriss spitzt sich Debatte zu
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Nach Wolfsriss spitzt sich Debatte zu
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00:19 09.02.2019
Europäische Wölfe leben in Niedersachsen auch in freier Wildbahn. Es soll etwa 20 Wolfsrudel mit 200 bis 250 Tieren geben. Quelle: dpa
Nöpke/Nienburg

Nachdem in Nöpke am Dienstagmorgen ein Fohlen ausgeweidet aufgefunden wurde, wird in den sozialen Medien das Thema „Wolf“ wieder heiß diskutiert. Umweltminister Olaf Lies hat bereits letzte Woche die Erlaubnis zur Entnahme des Leitwolf des Rodewalder Rudels verkündet, da dieser nachweislich für viele Nutztierrisse der vergangenen Monate verantwortlich ist. Der Rüde mit dem Code GW717m, ist damit zum Abschuss freigegeben ist. Wie und wann die Tötung erfolgen soll, darüber gibt das Umweltministerium keine Auskunft. Minister Lies sagte dazu: „Der Vorfall zeigt deutlich, dass Handlungsbedarf besteht. Die größte Herausforderung beim Artenschutz für den Wolf besteht darin, die Akzeptanz in der Bevölkerung auch auf dem Lande auf Dauer zu sichern. Das bedeutet unter Umständen auch, einzelne Tiere mit problematischem Verhalten zu entnehmen.“ Aber genau diese Akzeptanz fehlt anscheinend bei manchen Teilen der Bevölkerung. In den sozialen Netzwerken feinden sich Nutzer gegenseitig an. So schreibt eine Facebook-Nutzerin: „Das komplette Rodewalder Rudel sollte entnommen werden.“ Woraufhin ein Nutzer antwortet: „...du solltest entnommen werden.“ Die Kommentare zeigen die Aggressionen, die sich in Form von Drohmails mittlerweile sogar gegen beteiligte Personen und Entscheidungsträger persönlich richten.

Rodewalder Rudel wohl für Ponyriss verantwortlich

Ob der Tod des Islandpferdes auf dem Gestüt Hrafnsholt auf den Rodewalder Rüden zurückgeht, ist noch nicht abschließend geklärt. Wolfsberater Hubert Wichmann ist sich sicher, dass an dem Riss mehrere Wölfe beteiligt waren. Eine Mitteilung des Umweltministeriums bestätigt dies: „Es kann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es sich bei dem Verursacher um mindestens einen Wolf handelt.“ DNA-Proben wurden sichergestellt, diese werden jetzt im Eilverfahren ausgewertet, heißt es. Und weiter: „Da der Riss im Territorium des Rodenwalder Rudels liegt, kann man mutmaßen, dass ein Wolf oder sogar mehrere Wölfe des Rudels für den Riss verantwortlich sind.“

Von Marleen Gaida

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