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Nachrichten Einsatz für die jüdische Kultur und Europa: Abiturientin sucht Paten
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Einsatz für die jüdische Kultur und Europa: Abiturientin sucht Paten
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18:23 15.05.2019
Bei der Einweihung des Mahnmals für die vertriebenen und ermordeten Juden in Neustadt hat Josepha Meisner mit anderen Schülern die eingravierten Namen verlesen. Nun will sie sich in Brüssel für das Thema engagieren. Quelle: Mario Moers
Basse

Wenn junge Leute und Parteien sich im Vorfeld der Europawahl für ein geeintes Europa stark machen, ist das für die 18-jährige Josepha Meisner mehr als Wahlwerbung. „In meiner Generation ist dieser Zustand nicht mehr selbstverständlich. Die Forderungen nach Grenzen gibt es ja“, sagt die Schülerin aus Basse. Nach ihrem Abitur will Josepha deshalb selber für Europa aktiv werden.

Ein Jahr lang wird sie ab September einen sogenannten Friedensdienst in Brüssel absolvieren. Als Freiwillige leistet sie politische und historische Bildungsarbeit bei einer jüdischen Studentenvereinigung. Auch das EU-Parlament gehört dabei zu ihrem Betätigungsfeld. Die internationale Friedensorganisation Aktion Sühnezeichen Friedensdienste entsendet jährlich etwa 180 Jugendliche aus Deutschland in Länder, die während des zweiten Weltkriegs unter dem deutschen Kriegstreiben gelitten haben. Josepha interessiert sich auch privat für die Geschichte der Juden in Europa, hat sich deshalb für das Projekt beworben.

Die Geschichte und Zukunft des Judentums in Europa interessiert Josepha Meisner auch privat. Quelle: Carola Faber

Paten bekommen Berichte aus erster Hand

Auch wenn Praktika oder die Work-and-Travel-Reise für angehende Studenten beinahe obligatorisch ist, unterscheidet sich Josephas Abenteuer in einem Punkt. Sie lässt die Menschen in ihrer Heimat an ihren Eindrücken teilhaben. Das Konzept der Aktion Friedensdienste sieht vor, dass alle Teilnehmer sich mindestens 15 Paten suchen, denen sie von den Erlebnissen und ihrer Arbeit berichten. „Ob das per E-Mail, in einem Blog oder per Post passiert, überlasse ich den Paten“, sagt Josepha. Mit 15 Euro monatlich oder einer Einzelspende über 180 Euro können interessierte Neustädter das Engagement der 18-Jährigen unterstützen. „Im Gegenzug erhalten sie von mir unter anderem regelmäßige Berichte über meine Arbeit und mein Leben in Brüssel“, sagt sie. Wer Josepha als Pate unterstützen möchte, kann sich bei ihr per E-Mail an josephameisner@web.de melden.

Ingrid Wettberg von der jüdischen Gemeinde Hannover legt bei der Feier zur Aufstellung des Mahnmals am 9. November 2018 eine Blume nieder. Quelle: Archiv/Kathrin Götze

Die Aktion Sühnezeichen wurde 1958 auf einer Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründet. Neben der politischen Bildungsarbeit kann der einjährige Friedensdienst im Ausland auch im Bereich der Senioren-, Behinderten- oder Sozialarbeit geleistet werden. Obwohl vor allem jüngere Menschen daran teilnehmen, können sich grundsätzlich auch ältere Menschen bewerben. Die Bewerbungsfrist für das kommende Jahr ist der 1. November.

Von Mario Moers

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