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Nachrichten Neuer Kalender erzählt wieder Stadtgeschichte(n)
Region Neustadt am Rübenberge Nachrichten Neuer Kalender erzählt wieder Stadtgeschichte(n)
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06:00 17.08.2019
Schulmädchen posieren in den Zwanzigerjahren am ehemaligen Freibad an der Leine. Quelle: Museumsverein Neustädter Land
Neustadt

Wie sah die Kuhtränke aus, bevor die Bebauung bis dicht an den Teich reichte? Was stand auf dem Schlosshof, bevor dort der Westflügel für die Kreisverwaltung gebaut wurde, der nun wieder abgerissen worden ist? Diese und weitere Fragen beantwortet der Museumsverein mit seinem neuen Kalender „Impressionen aus Neustadt am Rübenberge“ für 2020.

Heinz-Günter Sala (links) und Hans-Erich Hergt vom Museumsverein präsentieren den neuen Kalender. Quelle: Kathrin Götze

Idyllischer Teich und tosende Fluten

Der Titel des Kalenders führt etwas in die Irre, denn der Jahresbegleiter ist vollständig mit historischen Bildern bestückt. Die idyllische Kuhtränke ist auf dem Titel zu sehen, und das Januarblatt zeigt, dass das verheerende Hochwasser 1946 fast bis zur Unterkante der Mühlenbrücke reichte: Etliche Neustädter sind darauf zu sehen, die besorgt auf die tosenden Fluten blicken.

Auf dem Schlosshof stand einst eine Remise

An Stelle der inzwischen abgerissenen Stadtbibliothek stand bis 1957 eine Remise auf dem Schlosshof. Quelle: Archiv Hergt

Auf dem Schlosshof, westlich der Renaissance-Flügel, stand bis 1957 eine Fachwerk-Remise, in der Wirtschaftsfahrzeuge untergestellt waren. Sie wurde abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, in dem lange Zeit die Kreisverwaltung arbeitete, später die Stadtbibliothek. Doch auch dieser ist kürzlich abgerissen worden. Dort soll ein moderner Bau entstehen, der sich den eleganten Schlossflügeln besser anpasst als der vorherige, recht schlichte Bau. Das nahmen die Kalendergestalter zum Anlass, noch einmal die alte Ansicht zu zeigen.

Kalenderblätter zeigen auch Mode im Wandel

Einblicke in die Mode vergangener Jahrzehnte bieten weitere Blätter: So gingen die Mitglieder des FC Wacker Neustadt 1927 nahezu geschlossen mit Mantel und Hut auf Reisen, statt wie heute vielleicht eher in Shorts und Trikot. Im Matrosenanzug trat die TSV-Jugend zum Schützenumzug an. Und eine Gruppe Schulmädchen zeigt, wie züchtig die Bademode in den Zwanzigerjahren auszusehen hatte.

An der Einmündung zum Rundeel stand 1946 noch eine Tankstelle. Quelle: Archiv Hergt

Streifzug durch die Stadtgeschichte

Heute kaum noch bekannt ist, dass einmal eine Tankstelle dort stand, wo heute die Autos von der Nienburger Straße aus ins Rundeel einbiegen. Im früheren Gasthaus Calenberger Stuben daneben ist heute eine Spielhalle untergebracht. Die Marktstraße bei Sonne und Schnee, die Liebfrauenkirche und die ehemalige katholische Kirche, die in den Zwanzigerjahren noch frei an der Wunstorfer Straße stand: Beim Streifzug durch die Stadtgeschichte gibt es immer wieder neue Aspekte zu entdecken. Und wem bei all den aktuellen Baustellen in der Stadt ganz schwindlig wird, der weiß anschließend: Auch früher war Neustadt schon mächtig im Wandel.

Der Kalender ist – dank Sponsoring von Riko Luikings Firma German Tote – erneut für 5 Euro zu haben, und zwar in der Geschäftsstelle von HAZ und NP in Neustadt, Am Wallhof 1, beim Eine-Welt-Laden, Mittelstraße 17, bei Sieverscopy. Landwehr 2, und im Museum selbst, An der Liebfrauenkirche 7.

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Von Kathrin Götze

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